Was ist eine Kur?

Alle Informationen im großen FAQ

Seit wann gibt es Kuren?

Die Geschichte der Kur geht bis in die Antike zurück. Schon vor mehreren tausend Jahren wussten die Menschen um die lindernde Wirkung des Badens in Thermalquellen und des gesundheitsfördernden Effekts von Massagen und körperlicher Bewegung.

Was umfasst der Begriff “Kur”?

Der Begriff Kur umfasst ein breites Spektrum von Therapieverfahren, die je nach Schwere des Krankheitszustandes entweder zur Vorsorge (Prävention), zur Nachsorge (Rehabilitation) bzw. zur Linderung bei chronischen Krankheiten eingesetzt werden. Entscheidend für den Kurerfolg ist, die Kur in der richtigen Phase des Krankheitsverlaufs in die gesamte Behandlung zu einzubinden. Das übergeordnete Ziel einer Kur in einem staatlich anerkannten Heilbad oder einem Kurort ist die positive Einwirkung auf den menschlichen Organismus, um die die private und berufliche Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Wie lange dauert eine Kur?

Eine Kur dauert in aller Regel mindestens drei Wochen und ist fast immer mit einem Ortswechsel verbunden.

Wo finden Kuren statt?

Kuren finden in der Regel in staatlich anerkannten Heilbädern und Kurorten statt. Diese Orte befinden sich meist in landschaftlich reizvoller Lage, haben eigene Quellen mit Heilwasser und bieten durch ihre natürlichen Heilmittel des Bodens, des Klimas und des Meeres vielfältige Möglichkeiten der Gesundung. Der Begriff Heilbad ist eine Auszeichnung an Kurorte, die über medizinische Einrichtungen für Kurmaßnahmen verfügen. Heilbäder dürfen die Bezeichnung auch im Ortsnamen führen.

Welche Kurformen gibt es?

    Im deutschen Gesundheitswesen haben sich verschiedene Kurformen herausgebildet:

  • Die ambulante Kur (früher auch "offene Badekur" genannt): Bei dieser Kurform können Sie den Kurort und die Unterkunft im Einvernehmen mit Ihrem Arzt weitgehend frei wählen.
  • Die stationäre Kur und Anschlussrehabilitation: Reicht eine ambulante Kur nicht aus, kann die Krankenkasse eine stationäre Behandlung mit Unterkunft und Verpflegung in einer Kurklinik, einem Sanatorium oder einer Rehabilitationseinrichtung bewilligen. Kurort und Unterkunft werden in diesem Fall von der Krankenkasse festgelegt.
  • Die Kompaktkur: Nähere Informationen zu dieser speziellen Form der ambulanten Vorsorgekur erhalten sie hier.
  • Die Mutter/Vater/Kind-Kur: Wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind, haben Mütter und Väter spezielle Rechtsansprüche auf bedarfsgerechte Kuren, die dann in speziellen Kurkliniken, Sanatorien und Kurheimen durchgeführt werden.

Welche Therapieformen gibt es?

Der Behandlungsplan in Kurorten und Heilbädern umfasst eine allgemeine und eine spezielle Therapie. Die allgemeine Therapie in der Kur zielt auf eine Ordnung von Grundfunktionen wie z.B. einer richtigen Atmung, der Bewegung, der Wärmeregulation, des Schlafes und der Entspannung. Die Harmonisierung der Grundfunktionen wird als „Erholung“ erlebt. Zu den speziellen Methoden der Therapie im Kurort gehören:

  • Verschiedene Formen der Balneotherapie (Bäder- und Trinkkuren)
  • Gezielte Klimatherapie (Sonnen- und Freiluftbehandlungen)
  • Ergänzende Verfahren der physikalischen Therapie, z.B. Hydro- und Thermotherapie, Elektrotherapie, Licht- und UV-Behandlungen, Inhalationstherapie und Massagen in verschiedenen Formen
  • Therapiesysteme nach Kneipp, Prießnitz, Hauffe, Felke, Schroth u.a.
  • Bewegungstherapie mit Krankengymnastik und Sporttherapie
  • Gesunde Ernährung und Diätbehandlungen
  • Entspannungstherapien (z.B. Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation, Atemtherapie u.v.m.)
  • Gesundheitstraining mit gezielt eingesetzten Seminaren

Wie finanziere und beantrage ich eine Kur?

Die Kosten für eine Kur werden größtenteils von den Krankenkassen übernommen. Nähere Informationen zur Finanzierung und Beantragung einer Kur erhalten Sie hier.
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