Wasserfasten Erfahrungen: 14 Tage zu Hause wasserfasten
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- Veröffentlichungsdatum:
- 25.08.2026
- Aktualisiert:
- 25.08.2026
- Lesezeit:
- 8 Minuten
Wasserfasten Erfahrungsbericht: 14 Tage zu Hause
Ein Wasserfasten Erfahrungsbericht muss nicht zwangsläufig aus einer Fastenklinik oder einem Wellnesshotel stammen - meine Wasserfasten Erfahrungen habe ich zusammen mit meinem Mann ganz normal zu Hause gesammelt. 14 Tage, gestartet am 18. Juni, mitten im Alltag, ohne Anbieter und ohne ärztliche Begleitung. Der Auslöser war simpel: Das Bauch- und Körperfett war uns beiden zu viel geworden, und wir wollten unserem Körper und vor allem der Leber eine echte Verschnaufpause geben, damit der Stoffwechsel wieder in Schwung kommt.
Die Vorbereitung: Wie aus einem YouTube-Video ein gemeinsames Projekt wurde
Angefangen hat alles mit einem Buch, das meinem Mann zufällig bei YouTube vorgeschlagen wurde: "Wasserfasten" von Professor Dr. Peter Schwarz. Es diente uns quasi als Anleitung für die gesamte Zeit. Er hat es gelesen, mir immer wieder die wichtigsten Erkenntnisse erzählt und am Ende die zentralen Punkte für uns beide zusammengefasst, damit wir gut vorbereitet starten konnten. Gemeinsam haben wir uns dann entschieden: Wir machen das. Bei der Frage, wie lange man wasserfasten sollte, sind wir bewusst bei 14 Tagen gelandet, weil das laut Buch ein guter Zeitraum ist, um wirklich in die Fettverbrennung zu kommen, ohne es zu übertreiben. Am Tag vor dem Start haben wir die Ernährung schon heruntergefahren: Morgens noch Kaffee, mittags leichte Kost und abends nur Suppe, damit die Darmreinigung am ersten richtigen Fastentag besser funktioniert.
Der Alltag während des Fastens: Kein Urlaub nötig
Was mich am meisten überrascht hat: Wasserfasten lässt sich hervorragend in den ganz normalen Alltag integrieren, man muss dafür keine Wasserkur in einer Klinik machen. Mein Mann arbeitet täglich im Homeoffice, ich war jeweils einen Tag pro Woche im Büro und sonst auch zu Hause. Ansonsten lief unser Tag wie sonst auch. Getrunken haben wir ausschließlich stilles Wasser, schwarzen Tee und Kräutertee, also wirklich nur mit Wasser gefastet und nichts anderes. Kein Kaffee, kein Alkohol, keine Brühe, kein Sprudelwasser wegen der Kohlensäure und auch keine Früchtetees, weil in den getrockneten Früchten Zucker stecken kann. Finanziell war es sogar ein kleiner Vorteil, da wir zwei Wochen lang keine Lebensmittel einkaufen mussten. Die einzigen Kosten waren das Buch und später der Fahrplan für die Aufbauernährung. Positiv aufgefallen ist uns außerdem, dass man während des Wasserfastens viel Zeit für sich selbst gewinnt, da man eben auch nicht kochen oder abwaschen muss.
Das Programm: Glaubersalz, viel Wasser und tägliche Bewegung
Ärztlich begleitet waren wir nicht, aber das Buch erklärt wirklich jeden Schritt genau, wie so eine Wasserdiät im Detail funktioniert. Vor dem Start haben wir den Darm mit Glaubersalz gereinigt, zwei Esslöffel auf einen halben Liter Wasser. Dabei ist mir eine kleine Panne passiert: Ich hatte die Lösung schon getrunken, bevor mein Mann die Menge noch einmal überprüfen konnte, und hatte am Ende die doppelte Dosis intus. Entsprechend setzte die Wirkung bei mir auch schon nach etwa zehn Minuten ein. Am Abend war der Darm bei uns beiden sauber, und ein ruhiger Darm sorgt auch für weniger Hungergefühl.
Wie viel Wasser man während des Fastens trinken sollte, war für mich anfangs die größte Umstellung, denn eigentlich bin ich keine gute Wassertrinkerin. Ich kam am Ende auf vier bis fünf Liter am Tag, mein Mann sogar auf bis zu sieben Liter, was nachts durchaus für den einen oder anderen Weg zur Toilette gesorgt hat. Wichtig war auch das tägliche Glas Salzwasser für die Elektrolyte. Laut Buch sollte man außerdem in Bewegung bleiben, sonst greift der Körper eher die Muskulatur statt der Fettzellen an. Ich habe mein normales Workout mit einer Fitness-App, Pilates und Hanteltraining durchgezogen und bin mit meinem Hund spazieren gegangen, mein Mann hat leichtes Hanteltraining gemacht. Joggen habe ich nur einmal ausprobiert, das war während des Fastens dann doch zu viel.
Körper und Kopf: Was nach 48 Stunden, 7 und 14 Tagen wirklich passiert
Was passiert nach 48 Stunden Wasserfasten?
Was nach 48 Stunden Wasserfasten passiert, weiß ich aus eigener Erfahrung ziemlich genau: Bei mir war das mit Abstand der schwierigste Moment, mit Übelkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, während mein Mann eher mit stärkerem Toilettendrang und Kopfschmerzen nach dem Glaubersalz zu tun hatte. Auch zu Beginn hatten wir mit Kopfschmerzen und Unwohlsein zu kämpfen, gegen Ende dann mit einem dauerhaft trockenen Mund.
Was passiert nach 7 Tagen Wasserfasten?
Nach 7 Tagen Wasserfasten sieht die Sache schon deutlich anders aus: Ab etwa Tag fünf setzte bei uns die Ketose ein, also die Phase, in der der Körper ohne Nahrung von der Zucker- auf die Fettverbrennung umstellt, und ab Tag sieben war das richtig deutlich zu spüren, inklusive eines kurzen Energieschubs. Besonders spannend fand ich, dass in dieser Phase gezielt das Fett in Leber und Bauchspeicheldrüse angegriffen wird, also genau das Fett, das den Stoffwechsel oft blockiert und dafür sorgt, dass man trotz gesunder Ernährung nicht richtig abnimmt.
Was passiert nach 14 Tagen Wasserfasten?
Und was nach 14 Tagen Wasserfasten passiert, kann ich ebenfalls aus erster Hand berichten: Der Körper hat sich so an den Zustand gewöhnt, dass man sich vorstellen könnte, locker noch ein paar Tage weiterzumachen, auch wenn man das natürlich nicht tun sollte. Erschwerend kam bei uns hinzu, dass wir mitten im Juni bei großer Hitze gefastet haben. Was uns besonders getragen hat, war, dass wir es zu zweit gemacht haben: Wenn einer einen Durchhänger hatte, hat der andere motiviert und gesagt, "komm, die paar Tage schaffen wir auch noch". Das war wie ein kleiner Wettkampf ohne Druck, bei dem keiner dem anderen zeigen wollte, weniger diszipliniert zu sein.
Die Wirkung: Acht und zehn Kilo weniger
Am Ende der 14 Tage hatte ich acht Kilo abgenommen, mein Mann zehn - bei der Abnahme durchs Wasserfasten waren wir beide wirklich überrascht, wie viel in so kurzer Zeit möglich ist. Sein Blutdruck, für den er normalerweise Tabletten braucht, lag während des Fastens ganz ohne Medikamente im normalen Bereich, und auch Gelenk- und Fußschmerzen, die uns sonst manchmal begleiten, waren einfach weg. Insgesamt fühlten wir uns leichter, freier und deutlich gelassener, weil die gesamte Organisation rund ums Essen wegfiel. Rund einen Monat nach Wiederaufnahme der festen Kost hatte ich etwa 600 Gramm zugenommen, bei meinem Mann war es auch kaum etwas.
Der Kostaufbau und was dauerhaft geblieben ist
Auch für den Kostaufbau gab es von Professor Dr. Schwarz einen klaren Fahrplan über sieben Tage mit je drei Mahlzeiten am Tag und mehreren Alternativen pro Mahlzeit. Meine erste Mahlzeit war Apfelbrei mit Zimt, mein Mann hatte Joghurt mit Apfelstücken. Von Tag zu Tag kam mehr dazu, erst etwas Salz, dann Eier, gekochter Fisch und Spinat, ab Tag drei Vollkornbrot mit Avocado und Ei, und am letzten Tag durfte es abends sogar ein Steak sein. Einiges davon ist bei uns geblieben: Wir verwenden inzwischen kaum noch Weizenmehl, dafür Dinkel- oder Mandelmehl, essen deutlich weniger Fleisch und fast keinen Zucker mehr. Nur samstags gönnen wir uns unseren "Schlunztag", an dem wir essen und trinken dürfen, worauf wir Lust haben. Auch das natürlich in Maßen.
Mein Fazit zum Wasserfasten
Am Anfang war es anstrengend, aber am Ende waren wir wirklich stolz, dass wir die 14 Tage durchgezogen haben. Besonders gut fand ich, dass das Buch auch ein eigenes Kapitel für Frauen enthält. Frauen in den Wechseljahren sind demnach nicht betroffen, weil ihr Körper hormonell ähnlich reagiert wie der eines Mannes. Frauen im gebärfähigen Alter sollten die Fastenzeit dagegen bewusst so planen, dass sie nicht mit der Periode zusammenfällt, weil der Körper dann zusätzlich beansprucht wird und die Hormone den Drang zu essen noch verstärken können. Ob Wasserfasten gesund ist, hängt also stark vom eigenen Ausgangszustand ab: Wer es ohne ärztliche Begleitung angehen möchte, sollte vorher unbedingt klären, ob Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder andere Beeinträchtigungen dagegensprechen. Die Vorteile des Wasserfastens haben uns jedenfalls überzeugt: Die nächste Runde ist bereits für Januar oder Februar geplant. Mitgenommen haben wir vor allem, wie wichtig Ernährung und Bewegung für ein gesundes Leben sind, und dass sich vorausschauende Mahlzeitenplanung wirklich lohnt.
Melanie
Wenn Sie sich nicht ganz sicher dabei fühlen, alleine zu Hause zu fasten, schauen Sie sich doch unsere Seite zum Wasserfasten und die dort genannten Hotels an, etwa in der Türkei mit Yoga und autogenem Training.
Über die Autorin
Stella Lammers
Stella hat schon immer gern geschrieben und gelesen und deshalb ihre Leidenschaft für Sprachen in verschiedenen sprach- und literaturwissenschaftlichen Studiengängen ausgelebt. Durch ihren Hintergrund als Kundenberaterin im internationalen Fit Reisen Team ist sie Expertin für Ayurveda, Kuren und Kundenwünsche.
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