Alternative Behandlungsmethoden bei Rheuma: Hausmittel, Homöopathie und Hydrotherapie

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Rheumatherapie abseits von Medikamenten

Rheuma ist keine Frage des Alters. Entgegen der landläufigen Meinung können auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter rheumatischen Erkrankungen leiden. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie. Heute erfährst Du, welche alternativen Methoden es bei der Behandlung von Rheuma gibt und welche Hausmittel die Beschwerden lindern können. Die Ernährung spielt eine große Rolle dabei, soviel sei verraten. Zunächst wollen wir aber erst einmal verstehen was genau Rheuma ist.

Was ist Rheuma?

Mit Rheuma bzw. dem rheumatischen Formenkreis werden mehr als 400 Krankheitsbilder des menschlichen Bewegungs- und Stützapparates bezeichnet, die in Ursache, Symptomatik und Verlauf sehr unterschiedlich sein können. Meistens leiden die Betroffenen an ziehenden Schmerzen in Muskeln, Knochen, Sehnen oder Gelenken. Allerdings ist nicht immer nur der Bewegungsapparat beeinträchtigt, auch innere Organe können von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein.

Die häufigsten rheumatischen Erkrankungen

  • Rheumatoide Arthritis (entzündliches Gelenk Rheuma)
  • Spondyloarthritiden (endzündliche Erkrankung v. Wirbelsäule und Gelenken)
  • Psoriasis-Arthritis (u.a. Gelenk Entzündungen bei Schuppenflechte)
  • Kollagenosen und Vaskulitiden (Entzündung des Bindegewebes oder Blutgefäße)
  • Juvenile idiopathische Arthritis (Rheuma im Kindes- und Jugendalter)

Behandlung von Rheuma

Neben Physio- und Ergotherapie kommen, je nach Erkrankungsgrad, teilweise starke Medikamente zum Einsatz, z.B. Cortison und Schmerzmittel. Diese können unangenehme Nebenwirkungen verursachen, besonders bei einer langfristigen Einnahme. Dabei kann die schulmedizinische Therapie durchaus mit alternativen Heilmethoden unterstützt werden, um das Wohlbefinden ohne Nebenwirkungen zu steigern.

Rheuma natürlich heilen – Alternative Methoden im Überblick

Hausmittel gegen Rheuma

Wer seine Rheumabeschwerden auf natürliche Weise lindern möchte, kann zu verschiedenen Hausmitteln greifen. Bei entzündlichem Rheuma im Anfangsstadium kann die Behandlung mit Wärme sehr wirksam sein. Ein warmer Wickel mit Kartoffeln, Heilerde oder Leinsamen ist ein beliebtes Hausmittel bei Rheuma und kann Dich vom Schmerz befreien. Auch ein Vollbad mit Arnika, Heublumen, Fango oder Moor ist eine gute Methode, entzündliches Rheuma natürlich zu behandeln. Es kurbelt Deinen Stoffwechsel und die Durchblutung an und dämpft den Schmerz.

Im fortgeschrittenen Stadium solltest Du Deine Beschwerden vorwiegend mit Kälte behandeln. Bei akuten Gelenk-Schmerzen mit Schwellungen oder Rötungen kannst Du zum Beispiel mehrmals täglich einen kalten Wickel mit Quark oder Heilerde auf die schmerzende Körperregion legen. Er wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend.

Rheumatherapie durch Wasseranwendungen

Die Hydrotherapie zählt zu den klassischen alternativen Behandlungsmethoden bei Rheuma. Es bieten sich vor allem eine Behandlung mit schwefel- bzw. radonhaltigem Wasser oder Thermalbäder an. Die Hydrotherapie hat eine lange Tradition und wurde bereits im alten Rom und von den Griechen zur medizinischen Therapie angewendet.


Die richtige Ernährung bei Rheuma

Eine ausgewogene Ernährung ist die Basis für ein gesundes Leben – das gilt einmal mehr für Rheumakranke. Vor allem bei Gicht oder Arthritis kann eine speziell abgestimmte Ernährung eine lindernde Wirkung haben. Speziell bei Übergewicht ist eine Umstellung der Ernährung wirksam, um die ohnehin schon geschädigten Gelenke zu entlasten.

Entzündungshemmende Nahrungsmittel bei Rheuma

Um rheumatische Beschwerden auf natürlich Weise zu lindern, solltest Du viele entzündungshemmende Lebensmittel zu Dir nehmen: Greife zu frischem Obst und Gemüse, zu Kräutern, Nüssen und Hülsenfrüchten, die allesamt eine antioxidative Wirkung haben und Dich mit lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Auch Fisch, zum Beispiel Lachs oder Hering, enthält viele gute Fettsäuren und senkt das Entzündungsrisiko.

Welche Lebensmittel Du bei Rheuma meiden solltest

Zu den „verbotenen Lebensmitteln“ bei Rheuma zählen vor allem tierisch erzeugte Produkte. Sie enthalten Arachidonsäure, die Entzündungen verstärkt. Rheuma Patienten sollten daher weitgehend auf Fleisch- und Wurstwaren, Milch und Milchprodukte sowie Eier verzichten. Auch ungesunde Brotarten wie Toast-, Weiß- oder Knäckebrot verstärken ebenfalls Entzündungen, genauso wie Alkohol, Süßigkeiten und Fruchtsäfte.

Hinweis: Natürlich sind die genannten Lebensmittel nicht wirklich verboten. Du entscheidest immer noch selbst, was auf Deinen Teller kommt! Wenn Du Deine Rheuma Beschwerden natürlich lindern möchtest, solltest Du aber idealerweise bei Deiner Ernährung ansetzen. Wer – verständlicherweise – nicht komplett auf Fleisch, Milch oder Brot verzichten möchte, sollte diese zumindest reduzieren oder durch fettarme Alternativen ersetzen.

Welche Vitamine bei Rheuma wichtig sind

Wer reumathoide Arthritis und andere Rheuma Beschwerden lindern möchte, sollte seine Ernährung durch Vitamine und Spurelemente ergänzen. Besonders wichtig sind Antioxidantien wie Selen oder die Vitamine A, C und E. Sie reduzieren die körpereigene Produktion von Entzündungs-Faktoren und können somit rheumatische Symptome verringern.

Fasten bei Rheuma

Eine Heilfastenkur kann unter Umständen ebenfalls eine Verbesserung der Krankheitssymptome herbeiführen. Die positive Wirkung entsteht vermutlich vor allem dadurch, dass dem Körper keine Arachidonsäure mehr durch Nahrungsmittel zugeführt wird.

Allerdings sollte eine Heilfastenkur nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, da Rheuma Patienten oftmals einen Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen haben. Außerdem kann das Rheuma Fasten die Wirkung der Medikamente beeinflussen, sodass unter Umständen die Dosis während der Heilfastenkur verändert werden muss. Bereits untergewichtige oder sehr schlanke Rheuma Patienten sollten jedoch ganz auf Heilfastenkuren verzichten.

Wirkung einer Schrothkur bei Rheuma

Bei einer Schrothkur wird hingegen nicht gänzlich auf feste Nahrung verzichtet, sondern der Organismus und die Verdauung durch eine kalorienarme, eiweiß- und fettfreie, basische Nahrung entlastet. Ein Nährstoffmangel wird durch ausreichende Obst- und Gemüsemahlzeiten verhindert. Außerdem sind ein Ruhe- und Bewegungsprogramm sowie die Schrothschen Packungen wichtiger Bestandteil der Kur.

Der Körper wird dabei in ein feuchtes Leinentuch gewickelt und anschließend mit trockenen, wärmenden Packbetten und Wärmflaschen zugedeckt. Dies steigert die Körpertemperatur und hat somit eine schmerzlindernde Wirkung bei Rheuma. Allerdings sollte auch eine Schrothkur nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt und unter Anleitung von fachlich geschultem Personal durchgeführt werden.

Rheuma heilen ohne Medikamente: Ayurveda, Akupunktur, Phytotherapie und Homöopathie

Akupunktur: Rheuma bekämpfen durch bewährte Methode

Die Akupunktur ist eine bewährte alternative Heilmethode in der Schmerztherapie. Dabei können die Akupunkturpunkte des Körpers auf drei Arten stimuliert werden:

• durch das Einstechen von dünnen Nadeln

• durch Erwärmung (Moxibustion)

• durch Massage (Akupressur)

Akupunktur kann bei bestimmten einzelnen rheumatischen Erkrankungen die Schmerzen lindern. Verschiedene Studien zeigten, dass sie besonders bei Arthrose Schmerzen deutlich reduzieren und die Lebensqualität wieder steigern kann.

Phytotherapie: Pflanzliche Mittel gegen Rheuma

Als Naturheilmittel gegen Rheuma werden verschiedene entzündungshemmende Kräuter eingesetzt. Halte in Deiner Küche Kurkuma, Ingwer, Chili oder Schwarzen Pfeffer parat, um Deine Rheuma Beschwerden natürlich zu heilen. Brennnesseln, Weidenrinde, Weihrauch und auch die Ingwerwurzel können als Tee eingenommen werden.

Eine begehrtes pflanzliches Rheumamittel ist in der Naturheilkunde zudem die Teufelskralle. Sie ist zum Beispiel in Tablettenform in der Apotheke erhältlich und kann bei starken Beschwerden dabei helfen, die synthetischen Medikamente auf ein Minimum zu reduzieren. Zur äußerlichen, unterstützenden Anwendung eignen sich Heilpflanzen wie Arnika, Wallwurz oder Rosmarin.

Homöopathie: Rheuma natürlich heilen

Auch die Homöopathie kann zusätzlich zur Basistherapie bei rheumatoiden Erkrankungen angewendet werden. Das Prinzip ist laut der Naturheilkunde, die Selbstheilungskräfte des Körpers durch die Einnahme von stark verdünnten Pflanzenheilstoffen zu unterstützen.

Ayurveda gegen Rheuma

Aus ayurvedischer Sicht liegt die Ursache für Rheuma unter anderem in Stoffwechselschlacken begründet, die sich im Körper angesammelt haben. Abhilfe kann eine Ayurveda Rheuma Behandlung im Rahmen einer Panchakarma Kur schaffen, die Dich durch eine Kombination aus äußeren und inneren Anwendungen von giftigen Ablagerungen befreit. Unterstütze Deine Entschlackung mit ayurvedischen Kräuterpräparaten. Hier findest Du 5 Tipps zur Behandlung von Rheuma mithilfe von Ayurveda.

Rheuma heilen: Eine sinnvolle Kombination ist die beste Therapie

Ein allgemeines Wundermittel gegen Rheuma gibt es nicht. Die richtige Ernährung, pflanzliche Rheumamittel, Hydrotherapie oder auch andere alternative Behandlungsmethoden sind dennoch eine sinnvolle Ergänzung der medikamentösen und physiotherapeutischen Basistherapie. Aufgrund der Vielzahl der rheumatischen Erkrankungen ist eine individuelle Diagnose jedoch immer erforderlich, um ein bestmögliches Heilergebnis zu erzielen. Die oben genannten alternativen Heilmethoden bei Rheuma sollten immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt angewendet werden.

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