Fastenbrechen – Darauf musst Du achten

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Du hast es geschafft. Du hast Deine Fastenkur erfolgreich hinter Dich gebracht und kannst wirklich stolz auf Dich sein! Bevor Du allerdings die Pizza bestellst, die Dir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf geht, solltest Du diesen Artikel lesen, in dem es um das Fastenbrechen und die darauffolgenden Tage geht.

Die Herausforderung

Es ist mehr als verständlich, dass wir uns nach dem Fasten am liebsten mit all den Leckereien eindecken würden, auf die wir nun tage- oder sogar wochenlang verzichtet haben. Die größte Herausforderung beginnt hier. Denn gerade nach dem Heilfasten ist es wichtig, langsam wieder mit dem Essen anzufangen, den Körper Stück für Stück an (feste) Nahrung heranzuführen und vor allem, ganz bewusst zu genießen. Da die Augen nach einer Fastenkur oft größer sind als der Magen, haben wir ein paar wertvolle Tipps für Dich vorbereitet, mit denen das Fastenbrechen gelingt und Du die Aufbautage so genussvoll wie möglich gestalten kannst.

Das Fastenbrechen

Mit Fastenbrechen wird der Moment bezeichnet, indem ein Fastender nach einer Fastenkur erstmals wieder etwas isst. Dieser Schritt sollte, auch wenn die eigentliche Kur dann vorbei ist, ganz bewusst und behutsam geplant werden. Während einer Heilfastenkur stellt der Körper die Produktion von Verdauungssäften weitestgehend ein. Die komplette Verdauungskraft ist erst in bis zu einer Woche wieder hergestellt. Wird das Fastenbrechen bzw. die Aufbautage übersprungen, so riskiert man Übelkeit, Erbrechen oder Verdauungsprobleme. Findet das Fastenbrechen also zu abrupt statt, beispielsweise mit einer großen, fettigen Pizza, ist der Körper überfordert und sendet unschöne Signale.

Welche Lebensmittel eignen sich zum Fastenbrechen?

Perfekt eignen sich zum Fastenbrechen zum Beispiel Äpfel, unter Anderem da ihre Säure die Bildung von Magensäften anregt. Der Apfel sollte ausgiebig gekaut und eingespeichelt werden, denn gesunde Verdauung beginnt im Mund. Lass Dir also Zeit! Es wird Dich überraschen, wie gut ein Apfel schmecken kann. Ebenfalls geeignet ist die Banane, die nicht nur gut vertragen wird, sondern auch wichtige Nährstoffe liefert.

Die Aufbautage

Die Tage unmittelbar nach dem Fasten könnten wie folgt aussehen:

Tag 1: Starte mit einem frischen Kräutertee in den Tag. Am späteren Vormittag isst Du einen Apfel Deiner Lieblingssorte. Wenn Du magst, kannst Du diesen auch vorher (mit ein bisschen Honig) andünsten. Lasse Dir für den Apfel ruhig bis zu zwanzig Minuten Zeit. Zum Mittagessen gibt es einen grünen Smoothie, in den Du nach Belieben Datteln oder Mandeln mixen kannst. Am Abend, allerdings nicht zu spät, kannst Du Dir noch einen Salatteller zubereiten, bei dem Du Deiner Kreativität freien Lauf lassen kannst. Achte aber unbedingt darauf, hochwertige Lebensmittel zu benutzen und Deinen Organismus nicht mit Fertigsalatsaucen oder Ähnlichem zu überfordern.

Tag 2-3: Starte den Tag mit einem frischen Naturjoghurt, beispielsweise mit ein bisschen selbst gemixtem Frischkornmüsli. Auch Leinsamen oder Chia sind super, um die Darmaktivität allmählich wieder in Schwung zu bringen. Zum Mittag hast Du die freie Wahl der Qual zwischen basischen Suppen, Salaten oder gedünstetem Gemüse. Auch ein paar Scheiben Knäckebrot sind in Ordnung und auch für den Abend gut geeignet.

Die Aufbautage müssen nicht langweilig sein! Mit bunten Bowls bringst Du Farbe rein.

Tag 3-5: Achte an diesen Aufbautagen weiterhin darauf, Dich von frischen, hauptsächlich unverarbeiteten und basischen Lebensmitteln zu ernähren. Halte die Portionen klein, und steigere sie langsam, damit Dein Körper Zeit hat, sich wieder an mehr Essen zu gewöhnen. Gönne Dir aber auch mal etwas Besonderes, wie ein eigens und mit Liebe zubereitetes Gemüse-Risotto.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass dem Körper nach dem Fastenbrechen überwiegend Kohlenhydrate zugeführt werden sollten, Fett und Eiweiße sollten ganz allmählich und in kleinen Portionen integriert werden. In der ersten Woche nach dem Heilfasten solltest Du übrigens weiterhin auf Zigaretten, Alkohol und Kaffee verzichten. Frage Dich bewusst, welche Stoffe Du wieder in Dein Leben integrieren – und auf welche Du langfristig verzichten möchtest.

Motivation für einen bewussteren Lebenstil nach dem Fasten

Sehe die Aufbautage, die auf das Fastenbrechen folgen, als Motivation für einen dauerhaft bewussteren Lebensstil und übe Dich in folgenden Disziplinen:

  • Langsam essen: Ein großer Vorteil des langsamen Essens ist, dass Du schneller satt wirst, nicht mehr so große Portionen verschlingen wirst, wie vorher und Dir dadurch auf lange Sicht sogar einige Kalorien sparst.
  • Genügend  kauen: Kaue jeden Bissen etwa 30 Mal durch, bevor Du ihn runterschluckst. Dadurch schmeckst Du Dein Essen nicht nur intensiver, gleichzeitig wird auch die Produktion der Magensäfte angeregt und Dein Magen hat später weniger Arbeit. Schlecht gekauter Nahrungsbrei wird gegebenenfalls nur unzureichend verstoffwechselt und bildet daraufhin Säuren im Körper, was wiederum krank machen kann.
  • Präsent sein: Genieße die Momente der Nahrungsaufnahme bewusst. Das heißt: Weg vom Fernseher, weg von Handy. Nur Du und Dein Essen!
  • Aufhören, wenn Du satt bist: Höre auf Dein Sättigungsgefühl. Frage Dich auch, warum Du manchmal Appetit auf gewisse Dinge hast, obwohl Du eigentlich satt bist. Was steckt wirklich dahinter, isst Du aus Langeweile, aus Stress oder aus anderen emotionalen Hintergründen?

Langsames, bewusstes Essen geht auch zu Zweit.

Dauer der Aufbautage

Du solltest je nach Fastenmethode mindestens 3-4 aber besser bis zu 7 Aufbautage einplanen. Ziel ist es aber auch nach den Aufbautagen nicht in alte Muster zu verfallen, sondern das Gelernte dauerhaft in den Alltag zu integrieren. Auf diese Weise bleiben die Erfolge Deiner Heilfastenkur bestehen und Du wirst Dich mit der Zeit sogar noch stolzer und fitter fühlen!

Ein gesundes Fastenbrechen wünscht Fit Reisen!

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