Slow Travel: Warum Du Reiseziele langsam entdecken solltest

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Luxus der Langsamkeit

Wir leben in einer Zeit, die von Hektik und Stress geprägt ist. Und obwohl uns das durchaus bewusst ist, kommen wir nur selten zur Ruhe. Selbst im Urlaub, der schönsten Zeit des Jahres, hetzen wir häufig von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten, suchen Orte, an denen wir uns für Instagram inszenieren können oder tummeln uns mit Menschenmassen an völlig überfüllten Stränden.

Dem entgegen steht ein neuer Trend: Slow Travel. Diese langsame Form des Tourismus ist dem Bedürfnis entsprungen, nicht mehr ständig auf der Überholspur zu leben. Die Kunst besteht darin, Begegnungen und Erlebnisse auf seiner Reise zuzulassen und die Destination so mit allen Sinnen wahrzunehmen. Lies weiter und erfahre, was es mit Slow Travel auf sich hat.

Du führst ein Leben auf der Überholspur? Nimm Dir in Deinem nächsten Urlaub Zeit, um zu entschleunigen.

Slow Travel – Was ist das?

Als Slow Travel wird in der Tourismus-Branche das langsame und bewusste Reisen fernab des Massentourismus bezeichnet. Slow Travel regt Reisende dazu an, ein paar Gänge zurückzuschalten, sich von Technologie fernzuhalten und auf authentische Art in die bereiste Region einzutauchen. Ziel dieser Reise-Form ist vor allem, durch bewusstes Erleben und Entspannen zu sich selbst zu finden, nachhaltige Eindrücke zu gewinnen und den hektischen Alltag hinter sich zu lassen.

Während All-Inclusive-Urlauber häufig auf vorgefertigte Ausflugspakete setzen, stehen beim Slow Travel individuelle Entscheidungen und Erlebnisse im Vordergrund – ganz getreu dem Motto „Qualität statt Quantität“. Die Reisenden besuchen meist eher unbekannte Ziele, doch auch klassische Urlaubsorte außerhalb der Hauptsaison sind eine Option. Und manchmal ist der Weg auch schon das Ziel.

Alle Verkehrsmittel sind erlaubt, bevorzugt werden jedoch jene, die es ermöglichen, etwas von der Landschaft zu sehen. Ideal ist zum Beispiel das Reisen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Zug. Die Vorteile gegenüber dem Massentourismus liegen auf der Hand: Das langsame Reisen ist entspannter, nachhaltiger und häufig sogar noch günstiger.

Beim Slow Travel ist jedes Verkehrsmittel erlaubt. Besser sind aber die, die der Umwelt guttun.

Der Ursprung des langsamen Reisens

Das Prinzip des Slow Travel entspringt der Slow Bewegung, die 1980 in Italien während des Protests gegen die Eröffnung eines Fast Food Restaurants in Rom losgetreten wurde, um die regionale Küche und Landwirtschaft zu schützen. Sowohl in Bezug auf die Kulinarik als auch auf das Reisen geht es der Bewegung darum, Dinge bewusster wahrzunehmen und Ressourcen zu schonen.

Für wen eignet sich Slow Travel?

Slow Travel eignet sich nicht nur für gestresste Alleinreisende, die mit dem Rucksack möglichst viele Länder bereisen wollen. Slow Travel kann jeder machen, der authentische Reise-Erlebnisse ganz ohne Hektik schätzt. Ob im Luxus-Urlaub oder Low Budget, in der freien Natur oder in einer Stadtwohnung – alles ist möglich. Wer sich ein authentisches Urlaubserlebnis wünscht, findet im nächsten Abschnitt Tipps, wie er Slow Travel-Elemente in seinen nächsten Urlaub integrieren kann.

Sei spontan: Wichtig ist beim Slow Travel, dass Du Dich voll und ganz auf das Reiseland und seine Leute einlässt.

Diese 5 Slow Travel Tipps solltest Du beherzigen:

  • Sei spontan: Organisiere Deine Reise selbst, beschränke Dich dabei aber auf die wesentlichen Dinge wie Transfer und Hotel. Den Rest überlässt Du Deiner Spontanität. Ein Reiseführer kann zwar nicht schaden, doch am ehesten wissen wohl die Einheimischen, welche Schönheiten ihre Region bereithält. Spannend ist es auch, einmal anders an die Planung heranzugehen und Unterkünfte, Speisen oder auch Aktivitäten auszusuchen, die nicht den üblichen Vorlieben entsprechen. Auf diese Weise lernst Du Dein Ziel besser kennen.
  • Reise nachhaltig: Eine Reise mit dem Zug, Fahrrad oder zu Fuß ist wesentlich umweltfreundlicher als eine Flugreise. Dennoch kann Slow Travel auch einen Flug beinhalten. Denn wer sich ein fernes Urlaubsziel aussucht, kann sich auch dort nachhaltig verhalten. Benutze dazu die vor Ort verfügbaren Verkehrsmittel, egal ob Schiff, Rikscha oder Pferd, oder laufe einfach zu Fuß.
  • Gehe offline: Um während Deines Urlaubs entschleunigen zu können, schalte Dein Internet aus. Ein paar Tage offline erlauben es Dir, Dich in aller Ruhe auf deine Umgebung einlassen zu können, ohne ständig Nachrichten oder soziale Netzwerke zu checken. Wenn etwas wirklich Wichtiges passiert, kannst Du immer noch angerufen werden.
  • Unterstütze die Einheimischen: Tauche in das lokale Leben Deines Reiseziels ein: Miete beispielsweise eine Ferienwohnung oder übernachte in einem Gasthof, besuche kleine Märkte und speise in Restaurants, die von Einheimischen betrieben werden. So trittst Du nicht nur mit den Menschen in Kontakt, sondern stärkst auch die Wirtschaft vor Ort. Dazu ist es sinnvoll, für mindestens drei Übernachtungen am selben Ort zu bleiben.
  • Der Weg ist das Ziel: Wenn Du unterwegs bist, nimm Dir bewusst Zeit, um Natur und Umgebung zu genießen, anstatt nur Dein nächstes Ziel im Kopf zu haben. Denn das ist die wahre Kunst des Reisens. Buche dir beispielsweise einen Mietwagen, mit dem Du die Gegend erkundest, anstatt einem Touristenführer hinterher zu laufen. Das gib Dir ein Gefühl von Freiheit und du entdeckst Orte, die Du sonst wohl nie entdeckt hättest.

Gehe für einige Tage offline und Du wirst merken, dass sich die schönsten Dinge im realen Leben abspielen.


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