Im Ayurveda gibt es kein „Schema F“


Ayurveda EquipmentNicht allein Ayurveda unternimmt den Versuch, die Menschen in unterschiedliche Typen zu klassifizieren. Etwa in der antiken und europäischen Medizin ordnet Gesunde und Kranke lange vier Temperamenten zu: Melancholiker, Choleriker, Phlegmatiker und Sanguiniker.

In der mehrere Jahrtausende alten, indischen – besser vedischen – Lehre von der Gesundheit hängt von dieser Einordnung ab, welche Ratschläge zur Lebensführung erteilt werden. Da sich Ayurveda durch eine ganzheitliche Sichtweise auf den Menschen auszeichnet, dreht sich die Einordnung in die sogenannten Dosha-Typen nicht allein um Ernährung, Diäten oder etwa Wundermittelchen zur Genesung.

Für alle, die sich für Ayurveda interessieren und offen für Ratschläge zur Gesundung oder Gesunderhaltung sind, stellt sich die Frage: „Welcher Dosha-Typ bin ich eigentlich?

Erfahrung aus Jahrtausenden und über Generationen

Aus dem altindischen Sanskrit, der Sprache der Priester, Mediziner und Yogis übersetzt, bedeutet „Dosha“ so viel wie „beeinflussender Faktor“. In den alten Schriften der vedischen Weisen und Heilkundigen werden drei Doshas unterschieden: Vata, Pitta & Kapha.

Diese wiederum lassen sich aus den fünf Ur-Elementen

  • Wind
  • Luft
  • Feuer
  • Wasser
  • Erde

herleiten. Deren Eigenschaften beeinflussen die Doshas maßgeblich. Soll doch aus diesen Grundstoffen die ganze Welt und also auch der Mensch bestehen. Jedoch sind Welt und Mensch komplexer, als es sich in ein paar Attributen ausdrücken ließe. So werden die Doshas mit weiteren Eigenschaften verbunden:

  • Vata → Luft & Raum/Äther (Bewegung)
  • Pitta → Feuer & Wasser (Stoffwechsel)
  • Kapha → Wasser & Erde (Struktur)

Ayurvedische KräuterstempelDer lebendige Mensch wiederum lässt sich auch vom noch so weisen Heilkunden oder Arzt nicht einfach in ein Schema F pressen. Wir verändern uns im Verlauf des Lebens, entstammen einer Familie, werden von Umweltfaktoren beeinflusst. Und es ist das Wechselspiel zwischen einzelnen Eigenschaften zu berücksichtigen.

Das Grundschema

Anhand dieses auf Erfahrung beruhenden ayurvedischen Grundprinzips sind den drei Doshas ureigene Charakteristika und Aufgaben in unserem Körper zugeordnet.

So steht für:

Vata → das Bewegungsprinzip

  • Wachheit, Bewegung, Lebendigkeit
  • Begeisterungsfähigkeit

Pitta → das Stoffwechselprinzip

  • Stoffwechsel, Verbrennung/Verdauung, Wärmehaushalt, Energie
  • Zielgerichtetheit, Emotionen, Intelligenz

Kapha → das Strukturprinzip

  • Formgebung, Struktur, Zusammenhalt, Flüssigkeit
  • Ausgeglichenheit, Stabilität, Gedächtnis
ayurvedischer Ölguss

ayurvedischer Ölguss

Jeder Mensch besitzt Eigenschaften und Prägungen aus allen drei Doshas. Wir alle sind einzigartig, individuell, unterschiedlich. Außerdem „verhalten“ wir uns mal in gewohnten Bahnen, mal von Situationen abhängig, auch im Wechselspiel mit anderen Individuen und der gesamten Umwelt.

Befinden sich die drei Doshas in Balance, so gilt man laut der ayurvedischen Medizin als gesund. Was aber nicht heißt, dass einem das Gleichgewicht und die Doshas gleichgültig sein sollen. Achtsamkeit heißt das Zauberwort für ein erfülltes leben.

Kommt unsere innere Waage hingegen aus dem Gleichgewicht, entsteht Unwohlsein, das bei zunehmender und anhaltender Störung zu Erkrankungen führen könnte. Daher ist es nützlich, seine eigene Grundkonstitution zu erkunden und dementsprechend durch Ernährung, Lebensweise ausgleichend und im Einklang mit der eigenen Urkonstitution zu leben.

Jeder ist ein Misch-Typ

Je nachdem welches Dosha stark oder schwach ausgeprägt ist, spricht man bei einer ayurvedischen Behandlung von drei verschiedenen Typen:

  • Vata-Typ
  • Pitta-Typ
  • Kapha-Typ

Wahrscheinlich erkennt jeder sich mehr oder weniger in einem Typen wieder. Im wirklichen Leben herrschen aber jegliche Mischtypen (Pitta-Vata-Typ oder Kapha-Pitta-Typ, u.s.w.) vor.

Fragen ist immer richtig und wichtig

Eine fundierte Konstitutionsanalyse wird durch einen ausgebildeten Ayurveda-Arzt oder Therapeuten mittels eines ausführlichen Gesprächs, Zungen-, Antlitz-, und Pulsdiagnose durchgeführt. Darauf basierend werden individuelle Gesundheitsempfehlungen, Hilfe zur Regeneration, Ernährungstipps, Kräuterpräparate, auch Yogaübungen angeboten.

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