Ayurveda gegen Diabetes – 10 Tipps, wie Ayurveda helfen kann

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Die Stoffwechselerkrankung Diabetes tritt in unserer westlichen Gesellschaft immer häufiger auf. Das liegt beim Diabetes Typ 2 hauptsächlich an mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung. Bei der Erkrankung kommt es zu einer fehlerhaften Regulation des eigenen Zuckerhaushaltes, da zu wenig Bewegung und ein zu hoher Zuckerspiegel im Blut dazu führen, dass der Körper übermäßig viel Insulin produzieren muss. Irgendwann kommt es zur Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse und der Körper schafft es nicht mehr, den Blutzuckerspiegel ausreichend zu senken. Die Produktion von Insulin kommt zum Erliegen. In Deutschland sind 7,2% der Erwachsenen an Diabetes erkrankt, fast 95% davon an Diabetes Typ 2.

Die Schulmedizin behandelt die Erkrankung bei ihren Patienten durch lebensstilverändernde Maßnahmen sowie Medikamente, die den Blutzucker senken. Ayurveda bei Diabetes kann besonders bei der Veränderung des eigenen Lebensstils behilflich sein. Wir erklären Dir, wie die indische Wissenschaft die Krankheit bewertet und welche Maßnahmen im Ayurveda gegen Diabetes zum Einsatz kommen. Außerdem geben wir Dir 10 nützliche Tipps mit an die Hand, die Du direkt im Alltag umsetzen kannst.

Die Ursachen von Diabetes aus ayurvedischer Sicht

Ayurveda beschreibt Diabetes als eine Form der Prameha, eine Stoffwechselstörung. Im Falle von Diabetes handelt es sich um eine Prameha mit übermäßiger Harnproduktion. Außerdem unterscheidet der Ayurveda-Spezialist 20 verschiedene Prameha-Formen, die alle mit verschiedenen Diabetes-Anzeichen und Symptomen zusammenhängen. Prameha entsteht durch die Schwächung Deines Verdauungsfeuers. Da ein geschwächtes Verdauungsfeuer Nährboden für eine Störung der drei Doshas ist, liegt es nahe, dass Diabetes auch mit einem Dosha-Ungleichgewicht zusammenhängt. In diesem Fall führt ein Überschuss an Kapha zum schleichenden Beginn der Stoffwechselerkrankung. Im späteren Verlauf gesellen sich häufig Vata- oder Pitta-Störungen hinzu und verändern das Krankheitsbild.

Ayurveda teilt Diabetes in drei Krankheitsphasen ein, Sanchaya, die Akkumulierung, Prakopa, die Provokation und Prasara, die Ausbreitung. Der beim Diabetes auftretende zu hohe Blutzucker wird im Ayurveda als Überschuss an Kapha beschrieben, welches die Ausbreitungsphase der Krankheit prägt. Die Entstehung der Kapha-Ansammlung liegt im Verdauungstrakt, von wo aus sie in die Niere und Harnblase übergeht und dort die ersten Diabetes-Symptome auslöst: süßer und häufiger Urin, gepaart mit großem Durst.

Ayurveda bei Diabetes: Die Stoffwechselerkrankung durch indische Weisheiten heilen

Eine Behandlung durch Ayurveda bei Diabetes sollte in der Phase der Provokation erfolgen. Dann besteht noch kein Ungleichgewicht in den Doshas und ein Kapha-Überschuss ist noch verhinderbar. Hinsichtlich der Therapie der Stoffwechselerkrankung sieht Ayurveda die Lösung in der Reduktion des Kaphas sowie einer grundsätzlichen Anpassung des Lebensstils. Kapha steht im Ayurveda für das Element Erde, welches sich durch Beständigkeit, Ausdauer und Stabilität auszeichnet. Aber auch das Element Wasser, welches für Zusammenhalt, Kühle und Klebrigkeit steht, spielt im Kapha Dosha eine Rolle. Die indischen Weisheiten gleichen eine Kapha-Störung durch die Elemente Feuer und Luft, Pitta und Vata, aus.

Die 3 Doshas und ihre Elemente

Wichtige Säulen der Therapie sind also die Stärkung von Pitta und Vata, vor allem durch entsprechende Ernährung und Gewürze. Aber auch eine grundlegende Entgiftung durch entschlackende Ayurveda Kuren können beim Diabetes sehr heilsam sein. Ayurvedische Heilkräuter dürfen beim Ayurveda gegen Diabetes allerdings auch nicht fehlen. Ärzte um Dr Sudhir Chandra Sarangi des All India Institute of Medical Sciences prüften in einer 18 monatigen Studie die Wirkung des Kräuterpräparats BGR-34. Sie stellten fest, dass ein Fortschreiten der diabetischen Erkrankung durch die Kräuter stark gebremst werden konnte.

10 Tipps, um Diabetes mit Ayurveda zu behandeln

1. Passe Deine Ernährung an

Stelle Deine Ernährung um, indem Du 5 kleine Mahlzeiten, statt 3 großer Mahlzeiten zu Dir nimmst. Außerdem solltest Du auf leichte Kost achten, die trockene und bittere Bestandteile enthält. Meide hingegen ölige, schwere und schleimige Speisen.

2. Stärke Dein Pitta

Um dem Überschuss an Kapha entgegen zu wirken, ist es wichtig Dein Pitta zu stärken. Das Essen von hauptsächlich warmen Speisen sowie die Verwendung von Gewürzen bringen Dein Pitta wieder zum Lodern. Verzehre vor allem die Geschmacksrichtungen scharf, sauer und salzig.

3. Trinke warmes Wasser

Nimm mehrmals täglich warmes Wasser zu Dir, wie es Ayurveda bei Diabetes empfiehlt. Das warme Wasser reinigt Deine Gewebe und kurbelt Deinen Stoffwechsel an.

4. Nutze die Heilwirkung ayurvedischer Kräuter

Die Heilpflanze Guduchi

Guduchi

Die Heilpflanze Nimba

Nimba

Im Ayurveda gegen Diabetes finden zahlreiche Kräuter Anwendung. Guduchi zum Beispiel gilt als erhitzende Pflanze, welche über einen bitteren und herben Geschmack verfügt. Damit erfüllt sie eine Pitta stärkende Funktion und fördert ebenfalls Deine Abwehrkräfte. Aber auch Nimba kannst Du zu Dir nehmen, denn die Pflanze wirkt ebenfalls bitter und kühlend.

5. Stärke Dein Vata

Das Dosha Vata steht für Luft und Raum, deshalb ist es in Deinem Organismus für den Austausch von Stoffen in allen Gefäßen und Geweben zuständig. Durch Reinigungskuren und die Reduktion Deines Gewichts stellst Du Deinem Körper wieder mehr Raum zu Bewegung und Regulation zur Verfügung. Durch regelmäßige Bewegung, den Verzehr von bitteren Lebensmitteln und grünen Salaten unterstützt Du das Vata in Deinem Körper.

6. Verwende Gewürze in Deinen Speisen

Versuche mindestens 1-2 Teelöffel Gewürze täglich in Deinen Mahlzeiten unterzubringen. Vor allem Bockshornkleesamen, Ingwer, Basilikum, Knoblauch, Wegerichsamen und langer Pfeffer verfügen über blutzuckersenkende Eigenschaften.

7. Entschlacke Deinen Körper regelmäßig

Heißgetränke, die bei einer ayurvedische Fastenkur getrunken werden sollten.

Am besten Du führst unter therapeutischer Begleitung eine ayurvedische Fastenkur durch. Bei der indischen Heißwasserkur trinkst Du täglich alle 15 bis 30 Minuten heißes Wasser. Gewürze, wie Zitrone, Ingwer, Bockshornkleesamen, Gelbwurz oder Zimt geben dem Wasser eine würzige Note. Feste Nahrung lässt Du in dieser Zeit weg, sondern nimmst nur Gemüsebrühe zu Dir.

8. Verändere Deinen Lebensstil

Wenn Du Deinen Diabetes langfristig besiegen möchtest, dann ist es wichtig, dass Du auch Deinen Lebensstil veränderst. Verzichte auf Alkohol, Nikotin und Koffein und nimm regelmäßige Mahlzeiten zu Dir. Außerdem können Entspannungsverfahren wie Yoga und Meditation dabei helfen, mehr Ruhe in Deinen Alltag zu bringen.

9. Bewege Dich ausreichend

Eine besonders wichtige Therapiesäule beim Diabetes ist die Bewegung. In Absprache mit Deinen Therapeuten solltest Du ein individuelles Bewegungsprogramm für Dich entwickeln, das genau auf Deine Medikamentenaufnahme abgestimmt ist. Sport hilft Dir nicht nur bei der Gewichtsreduktion, sondern kurbelt auch Deinen Stoffwechsel an.

10. Buche eine Ayurveda Kur gegen Diabetes

Bei einer Ayurveda Kur gegen Diabetes reinigst Du Deinen Körper von Stoffwechselschlacken, die Dein Verdauungsfeuer schwächen. Massagen lösen die Giftstoffe zuerst aus Deinen Geweben, damit sie dann durch Ausleitungsverfahren ausgeschieden werden können. Durch ayurvedische Heilkräuter stärken Deine Ayurveda-Therapeuten Deinen Körper bei der Regeneration.

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