Was ist beim Fasten erlaubt? Diese Regeln sollten Sie kennen
- Fit Reisen Magazin/
- Fasten & Detox/
- Was ist beim Fasten erlaubt? Diese Regeln sollten Sie kennen
- Veröffentlichungsdatum:
- 07.04.2026
- Aktualisiert:
- 07.04.2026
- Lesezeit:
- 6 Minuten
Wer den Wunsch verspürt, seinem Körper mit Fasten etwas Gutes zu tun - ob nun in der Fastenzeit oder an anderen Punkten im Leben - steht oft vor der Frage, was bei den verschiedenen Fasten-Methoden erlaubt ist. Darf man Kaffee trinken? Sind Medikamente erlaubt? Und was ist eigentlich mit Sport?
Was ist beim Fasten erlaubt? Die wichtigsten Regeln im Überblick
Fasten bedeutet, für eine bestimmte Zeit bewusst auf Nahrung oder bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Welche Regeln dabei gelten, hängt jedoch stark von der jeweiligen Fastenmethode ab. Während beim Heilfasten nach Buchinger überwiegend Wasser, Tee und Brühe erlaubt sind, dürfen beim Basenfasten weiterhin basische Lebensmittel wie Gemüse und Obst gegessen werden. Beim Intervallfasten wiederum steht vor allem der Zeitpunkt der Mahlzeiten im Fokus, nicht aber der Verzicht auf feste Nahrung.
Grundsätzlich gilt: Beim Fasten sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees und ausreichend Ruhe erlaubt und sogar erwünscht. Andere Dinge - etwa Kaffee, Sport oder Medikamente - sind je nach Fastenform unterschiedlich geregelt. Wer fasten möchte, sollte daher die wichtigsten Regeln der jeweiligen Methode kennen.
In diesem Artikel erfahren Sie, was beim Fasten erlaubt ist, welche Getränke Sie zu sich nehmen können und worauf Sie während einer Fastenkur besonders achten sollten.
Definition: Was bedeutet Fasten eigentlich?
Beim Fasten verzichten Sie für einen gewissen Zeitraum entweder auf bestimmte Lebensmittel oder aber gänzlich auf feste Nahrung. Letzteres ist zum Beispiel beim klassischen Heilfasten nach Buchinger der Fall, da es sich hier um eine reine Trinkkur handelt. Ähnlich verhält es sich mit der Saftkur: Auch hier werden die Portionen Obst und Gemüse, die Sie zu sich nehmen dürfen, in Form von meist kaltgepressten Säften eingenommen. Andere Fastenarten beruhen nicht auf dem Verzicht auf feste Nahrung im Allgemeinen, sondern auf dem Ausschluss bestimmter Lebensmittel(-gruppen). Bei der Basenfasten Kur etwa handelt es sich um eine Entgiftungskur, die mehrere Mahlzeiten aus frischem Obst und Gemüse, Kräutern, Kernen und Nüssen vorsieht, während die F. X. Mayr Kur in ihrem Ursprung auf frische Milch und Weizensemmel setzt. Die Schrothkur basiert auf kalorienreduzierter Kost und beim Intervallfasten kommt es darauf an, bestimmte Zeitfenster für Nahrungsaufnahme und Fastenphasen einzuhalten. Je nach gewählter Fastenmethode kann die Dauer zwischen einzelnen Fastentagen und einer mehrwöchigen Fastenkur liegen. Beim Intervallfasten gibt es Varianten, die sogar langfristig geeignet sind.
Sie können also nicht nur die positiven Effekte (medizinischer) Fastenkuren zum Beispiel bei bestimmten Krankheiten nutzen, sondern das Fasten auch als Beginn einer Ernährungsumstellung und eines allgemein gesünderen Lebens sehen.
Was ist beim Fasten grundsätzlich erlaubt?
Es gibt einige Grundlagen, die über die verschiedenen Fastenarten hinweg eine wichtige Rolle spielen. Das Wichtigste beim Fasten ist es, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um den Körper hydriert zu halten und Giftstoffe auszuleiten. Am besten geeignet ist Wasser, aber auch ungesüßte Kräutertees oder, je nach Methode, Gemüsebrühe und verdünnte Säfte können getrunken werden.
Leichte Bewegung wie Spaziergänge, Yoga oder moderates Training unterstützen den Erfolg Ihrer Fastenkur. Das gilt vor allem, wenn Sie mit dem Fasten auch abnehmen wollen. Aber nicht nur um die Pfunde purzeln zu lassen, sondern auch für einen gesunden Geist ist Bewegung essenziell. Darüber hinaus hilft die Ablenkung Ihnen, einen Fastentag durchzuhalten.
Genauso wichtig wie die Bewegung sind Entspannung und Regeneration. Achten Sie darauf, genug Schlaf zu bekommen und Stress zu reduzieren, zum Beispiel durch Entspannungsübungen oder Meditation. Bei der Regeneration helfen auch unterstützende Anwendungen wie Massagen oder Besuche in der Sauna.
Welche Getränke sind beim Fasten erlaubt?
Wasser und Tee
Wasser und ungesüßte Tees bilden die Basis jedes Fastens. Von diesen kalorienfreien bis kalorienarmen Getränken sollten Sie mindestens 2 Liter pro Tag trinken, gerne auch mehr.
Brühe und Säfte
Brühe und stark verdünnte Säfte sind vor allem beim Heilfasten nach Buchinger typische. Auch beim Saftfasten oder Flüssigfasten dürfen Sie Obst- und Gemüsesäfte trinken.
Ist Kaffee beim Fasten erlaubt oder nicht?
Ob Kaffee beim Fasten erlaubt ist, ist stark abhängig von der Methode. Beim Heilfasten nach Buchinger, beim Basenfasten sowie bei der Mayr- und der Schrothkur ist Kaffee nicht erlaubt. Beim Intervallfasten dürfen Sie schwarzen Kaffee ohne Milch und Zucker zu sich nehmen. Wenn Sie sehr viel Kaffee trinken, ist es empfehlenswert, den Konsum bereits einige Zeit vor Kurbeginn zu reduzieren.
Eine Alternative zum herkömmlichen Kaffee ist der koffeinfreie Löwenzahnwurzel-Kaffee. Dieser regt den Stoffwechsel an, belastet ihn aber nicht.
Überblick über die Regeln der beliebtesten Fastenmethoden
Darf man beim Fasten Medikamente einnehmen?
Vom Arzt verordnete, wichtige Tabletten und Medikamente sollten Sie immer weiternehmen und niemals ohne Rücksprache mit dem Arzt absetzen. Die ist besonders wichtig bei Diabetes, Bluthochdruck und Schilddrüsenerkrankungen. Bei längeren Fastenkuren ist medizinischen Begleitung generell sinnvoll und wichtig, damit sichergestellt ist, dass ihr Körper keine Mangelerscheinungen davonträgt und alle lebenswichtigen Prozesse weiterhin gut funktionieren.
Was ist beim Fasten im Alltag erlaubt?
Wenn Sie Ihre Fastenzeit zu Hause verbringen, können Sie Ihren Alltag ganz normal fortsetzen. Rechnen Sie jedoch in den ersten Tagen damit, dass Nebenwirkungen aufgrund der Umstellung auftreten können. Dazu gehören zum Beispiel Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislauf- oder auch Schlafprobleme. Legen Sie daher den Beginn Ihrer Fastentage nicht unbedingt auf den Anfang einer Arbeitswoche, sondern starten Sie am Wochenende oder nehmen Sie sich sogar ein paar Tage frei.
Bewegung ist während des Fastens erlaubt und hilfreich, Sie sollten es jedoch nicht übertreiben. Moderates Training, Spaziergänge, Yoga oder Schwimmen sind gute Möglichkeiten, in der Fastenzeit aktiv zu bleiben und die Fastentage durchzuhalten. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Freude bereitet und die Sie daher gut beibehalten können. Vielleicht finden Sie auch eine gleichgesinnte Gruppe.
Wenn Sie dem Alltag gerne eine Weile entfliehen möchten, ist ein Fastenurlaub die richtige Wahl für Sie. Auf unserer Website finden Sie viele hervorragende Fastenhotels.
Für wen ist Fasten nicht geeignet?
Für Fastenkuren, insbesondere für die intensiveren Formen wie das Heilfasten nach Buchinger, gibt es einige Kontraindikationen. Generell gilt, dass schwangere und stillende Frauen sowie Kinder und Jugendliche nicht fasten dürfen. Auch für Menschen mit Essstörungen oder Untergewicht ist Fasten nicht geeignet. Wenn Sie unter schweren Erkrankungen wie Krebs, Gicht, Tuberkulose, Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen oder Gallenproblemen leiden, könnte eine Fastenkur ernsthafte Risiken bergen und ist daher nicht zu empfehlen. Sprechen Sie am besten vorab immer mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer behandelnden Ärztin.
Fazit: Was beim Fasten erlaubt ist, hängt von der Methode ab
Klassisches Heilfasten nach Buchinger, Basenfasten, Intervallfasten, Mayr Kur oder Schrothkur - die Vielfalt der unterschiedlichen Fastenarten verspricht für jede und jeden den passenden Ansatz. Suchen Sie sich die Fastenform aus, die am besten zu Ihnen passt und sprechen Sie sich vor allem bei ernsthaften Erkrankungen mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin ab.
Die wichtigste Regel bei allen Methoden heißt: Ausreichend trinken! Wasser ist die beste Wahl, aber auch Tees oder gelegentlich Gemüsebrühe sind geeignet. Gönnen Sie sich vor allem zu Beginn genug Ruhe und bewegen Sie sich im weiteren Verlauf je nach Fastenart moderat mithilfe einer Sportart, die Ihnen Spaß macht. Denken Sie außerdem daran, dass auch genug Schlaf wichtig ist.
FAQ - Häufige Frage zu Fastenregeln
Beim Fasten sind in der Regel Wasser, ungesüßter Tee und Ruhe erlaubt. Je nach Fastenmethode können zusätzlich Gemüsebrühe, verdünnte Säfte oder bestimmte Lebensmittel wie Gemüse und Obst erlaubt sein. Welche Regeln gelten, hängt von der jeweiligen Fastenform ab.
Ob Kaffee beim Fasten erlaubt ist, hängt von der Methode ab. Beim Intervallfasten ist schwarzer Kaffee meist erlaubt, solange er ohne Milch und Zucker getrunken wird. Beim Heilfasten oder Basenfasten wird Kaffee dagegen häufig vermieden.
Notwendige Medikamente sollten beim Fasten immer weiterhin eingenommen werden. Wer regelmäßig Medikamente benötigt oder an einer chronischen Erkrankung leidet, sollte vor einer Fastenkur ärztlichen Rat einholen.
Erlaubt sind in der Regel Wasser, Kräutertee und ungesüßte Tees. Beim Heilfasten nach Buchinger kommen zusätzlich oft Gemüsebrühe und verdünnte Obst- oder Gemüsesäfte hinzu.
Leichte Bewegung ist beim Fasten meist erlaubt und kann sogar unterstützend wirken. Empfehlenswert sind Spaziergänge, Yoga oder moderates Training, während intensive sportliche Belastung während längerer Fastenkuren eher vermieden werden sollte.
Fasten hat viele Vorteile: Die Fastenphasen tun dem Körper gut und entlasten den gesamten Organismus und können auf einige Krankheiten einen positiven Effekt haben. Auch für eine Umstellung der Ernährung hin zu gesünderen Gewohnheiten eignet sich das Fasten hervorragen, da der Körper zunächst von Altlasten befreit wird.
Typische No-Gos, je nach Methode, sind:
- Alkohol
- Nikotin
- Zuckerhaltige Getränke
- stark verarbeitete Lebensmittel
- große Mahlzeiten während der Fastenphasen
Über die Autorin
Stella Lammers
Stella hat schon immer gern geschrieben und gelesen und deshalb ihre Leidenschaft für Sprachen in verschiedenen sprach- und literaturwissenschaftlichen Studiengängen ausgelebt. Durch ihren Hintergrund als Kundenberaterin im internationalen Fit Reisen Team ist sie Expertin für Ayurveda, Kuren und Kundenwünsche.
Unsere Hoteltipps
Entdecken Sie Fit Reisen
Ähnliche Beiträge aus unserer Redaktion
Interview mit Frau Dr. med. Věra Chlupová vom Health & Spa Hotel
Sport beim Fasten – Geht das?
Entschlackungswaffe Tee
Fastenbrechen – Darauf müssen Sie achten
Fastenkrise – Und nun?
Darum ist Sauerkrautsaft so gesund
Unsere beliebtesten Artikel
Positive Affirmationen – Gute Gedanken für mehr Selbstliebe
Sauna Regeln – So verhalten Sie sich richtig beim Saunieren
Die wichtigsten indischen Götter
Gesund abnehmen in 7 Tagen? Das steckt hinter der Kohlsuppendiät
Goldene Milch – Die Wirkung des ayurvedischen Power-Getränks
Sehenswürdigkeiten in Karlsbad: Highlights der Kurstadt entdecken