Erfahrungsbericht: Ayurveda im Nikki’s Nest in Indien
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- Erfahrungsbericht: Ayurveda im Nikki’s Nest in Indien
- Veröffentlichungsdatum:
- 30.09.2025
- Aktualisiert:
- 06.03.2026
- Lesezeit:
- 4 Minuten
Unsere liebe Kollegin war im Februar im Nikkis Nest. Diese Reise war nicht nur ihre erste Ayurveda-Kur, sondern auch ihre erste Reise nach Indien. Aber lesen Sie selbst, wie es ihr dabei ergangen ist:
Zwei Wochen Ayurveda im Nikki‘s Nest in Kerala sollten mir dieses Jahr nicht nur einen entspannten und gesunden Start in das neue Jahr geben, sondern auch meine erste Indien Erfahrung werden.
Von erfahreneren Freunden und Kollegen wurde mir immer wieder Kerala als Indien-Einstieg empfohlen. Etwas ruhiger, besser entwickelt - der Unterschied zu unserer westlichen Welt nicht ganz so groß wie im Rest von Indien. Trotzdem war ich natürlich sehr aufgeregt und gespannt auf diese neue Erfahrung.
Der Nachtflug mit Etihad war sehr angenehm. Naja, soweit ein 12 Stunden langer Flug angenehm sein kann.
Nachdem ich am Flughafen etwas Geld eingetauscht und mir eine SIM Karte für Indien gekauft hatte - im Anschluss bin ich noch etwas durch Kerala gereist und wollte flexibel sein - wurde ich von einem Fahrer des Hotels in das ca. 30 min entfernte Resort gebracht. Der Empfang war herzlich, trotz der frühen Stunde - es war mittlerweile ca. 6 Uhr. Es blieb genug Zeit um mich noch für ein paar Stunden hinzulegen und dann zu Frühstücken. Gegen Mittag hatte ich dann meine erste Konsultation mit dem Ayurveda Arzt.
Ich hatte mich natürlich vorher schon intensiv mit dem Thema Ayurveda auseinander gesetzt und meine Erwartungen waren entsprechend hoch. Ich hatte immer wieder von der außerordentlichen Wirksamkeit von Ayurveda bei den sogenannten "Zivilisationskrankheiten" gelesen. Daher war meine größte Hoffnung, die lästigen Allergien los zu werden bzw. meine Beschwerden zu minimieren. Bevor ich allerdings dazu aufgefordert wurde meine Beschwerden zu schildern, nahm sich Doktor Praveen die Zeit mir zunächst die Prinzipien des Ayurveda näher zu erläutern. Erst danach fragte er mich nach meinem Ziel für die Ayurvedakur, bzw. meinen Beschwerden die ich behandeln wollte. Darüber hinaus musste ich noch eine Reihe weiterer Fragen zu meinem Lebenswandel, Angewohnheiten und grundsätzlichen Wesenszügen meines Charakters schildern. Auf Grundlage dessen erklärte mir Doktor Praveen dann mein Dosha, und was dies für meinen Lebenswandel bedeute.
Gefüllt mit all diesen neuen Informationen und gespannt auf die kommenden Tage, wie mein Körper reagieren und mein Geist sich an die neue Umgebung gewöhnen würde, begann meine erste Anwendung.
Meine Therapeutin holte mich direkt vor dem Zimmer des Doktors ab und führte mich in eines der Anwendungszimmer. Diese liegen alle in einer Reihe mit Blick auf die Palmen und Felsen weiter unten am Strand. Die Zimmer waren luftig aber doch intim genug, dass man sich auch in seinem Adamskostüm wohl fühlen konnte. Die Therapeutin, war wohl sehr geübt im Umgang mit Deutschen und Ihrer zunächst etwas unbeholfenen Art sich in dem neuen Alltag "Ayurvedakur" zurechtzufinden. Trotz mäßigen Englischkenntnissen, waren Anweisungen, was etwa die Position auf der Liege betraf freundlich, routiniert bis witzig und manchmal sogar mit dem einen oder anderen Deutschen Wort gespickt. Kurzum, das Einfühlungsvermögen hat dazu geführt, dass ich mich sofort wunderbar umsorgt und wohl gefühlt habe.
Und dann erst die Anwendungen! Ich denke, ich halte es hier wie mit einer guten Filmempfehlung und sage einfach überzeugen Sie sich selbst!
In den nächsten Tagen habe ich mich dann nach und nach in meinem neuen Alltag eingerichtet:
- Früh aufstehen
- Yoga
- Frühstück
- Entspannen/Lesen
- Anwendungen
- Mittagessen
- Entspannen/Lesen
- ein kleiner Ausflug zum Strand/Kovalam/Backwaters
- Abendessen
- und früh zu Bett gehen
Was mich wirklich beeindruckt hat, war das Essen. Vor meiner Reise war ich etwas skeptisch, denn ich bin nicht der größte Fan von indischem Essen. Aber daran hätte ich keinen Gedanken zu verschwenden brauchen. Der Küchenchef Raj hat sich jeden Tag aufs neue Mühe gegeben, den Langzeitgästen etwas Abwechslung aufzutischen, und die Gerichte sind so schmackhaft, dass er nach etlichen Fragen bzgl. Rezepten endlich ein eigenes Kochbuch rausgebracht hat.
Hinzu kommt die nette Gesellschaft beim Essen. Da die Tische nicht für die einzelnen Zimmer gedeckt werden, sondern immer 4 bis 6 Leute an einem Tisch sitzen, lernt man sehr schnell die anderen Kurgäste kennen. Man tauscht sich über seine bisherigen Ayurvedaerfahungen aus oder plant einen gemeinsamen Ausflug. Nicht selten werden sogar gemeinsame Ayurvedakuren für das nächste Jahr geplant. Auch ich habe einige Kontakte mit nach Deutschland genommen und vermisse meine "Ayurveda-Damen" und unsere Gespräche regelmäßig.
Über die Autorin
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