Auf dieser Seite dreht sich alles um das Thema Kurorte – also um Kurbäder, die wie dafür geschaffen sind, dass Sie dort einen tollen Gesundheitsurlaub genießen können. Lesen Sie darüber, was ein Kurbad ausmacht, welche Unterschiede es bei den jeweiligen Heilbädern gibt und wo die schönsten Kurorte in Europa zu entdecken sind. Außerdem erläutern wir Ihnen, wie Sie Ihren perfekten Kururlaub buchen können!


Charakteristiken & Prädikate von Kurorten

Es gibt verschiedene Arten von Kurbädern und in jedem Land der Welt auch immer ganz bestimmte Regeln, die genau festlegen, wann ein Ort ein Kurort ist und sich somit für einen Gesundheitsurlaub eignet. Nur wenn dieser Gemeinde ein entsprechendes Prädikat verliehen wurde, darf er sich "Kurort" oder "Heilbad" nennen. Etwas vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, einen Kurort gibt es meist dort, wo folgende 4 Punkte zusammenkommen: 

  1. Das Vorkommen eins natürlichen Heilmittels (z.B. natürliches Thermalwasser oder mineralischer Heilschlamm),
  2. Ein besonders gesundheitsförderndes lokales Klima (z.B. besonders reine Luft ohne Abgase oder eine besonders salzhaltige Meeresbriese),
  3. Ortansässigen Kurbetriebe haben spezielle Therapien zur Behandlung von Krankheiten entwickelt (z.B. Kurhotels)
  4. Zusätzlich zu den obigen Punkten gibt es eine besonders erholsame Umgebung (z.B. Kurparks, Architektur, Natur oder verkehrsberuhigte Stadtzentren).

Die verschiedenen Arten von Kurbädern

Schaut man in der Geschichte zurück, findet man immer wieder Kurorte. Schon die Römer nutzten Mineral- und Thermalquellen für therapeutische Zwecke und Kuren. Auf seine Gesundheit zu achten, war in jedem Zeitalter „im Trend“ und wer es sich leisten konnte, reiste von Zeit zu Zeit an einen dieser besonderen Orte um es sich gut gehen zu lassen. Schaut man auf die Europa-Karte erkennt man noch heute die Kurorttradition in vielen Ortsnamen. Das Englische „bath“, das französische „les-bains“ und das Deutsche „Bad“ sind alles Hinweise auf Kurorttradition.

Thermalbäder, Mineralheilbäder oder Heiße Quellen

In diesen Kurorten dreht sich, wie der Name schon vermuten lässt, alles um das Wasser. Es gibt Mineral -oder Thermalwasser, welches zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. Das Wasser kommt in der Regel aus natürlichen Heilquellen direkt vor Ort, manchmal aus hunderten verschiedenen Quellen, die unterschiedliche Wirklungen haben könnten. Das Thermalwasser oder Mineralwasser kann natürlich heiß, aber auch kalt sein. Anwendung findet es in der Regel äußerlich, zum Beispiel durch Bäder oder Güsse. Je nach Wasser kann aber auch die innere Anwendung zum Beispiel als Trinkkur sinnvoll sein. Wie genau das Wasser eingesetzt wird, richtet sich nach der jeweiligen Zusammensetzung der Heilquelle. Daraus ergibt sich dann auch die Empfehlung, für welche Behandlung man am besten in welches Kurbad reist.

Primäre Indikationen: Kreilaufkrankheiten, Muskelverspannungen, Gelenkserkrankungen (Arthrose, Osteoporose, Gicht), Erkrankungen des Verdauungstrakts, Atemwegserkrankungen, Stress

Unsere Spezialseiten zu Therapien in Thermalbädern & Mineralheilbädern:

Thermalbäder

Heilklimatische Kurorte

Bei einem heilklimatischen Kurort dreht sich alles um das lokale Bioklima. Dieses hat eine besondere therapeutische Wirkung, die man sich für die Förderung der Gesundheit zu Nutzen macht. Oft geht es hier um die Luft und die Luftqualität. Die größte Unterscheidung bei den Heilklimatischen Kurorten ist die in Reizklima und Schonklima.

Reizstarke Regionen sind in der Regel Kurorte am Meer wie zum Beispiel die Ostsee, Nordsee, die Atlantikküste, aber auch Regionen wie das Tote Meer. Reizklima kann man neben der Küste auch in den Hochgebirgen finden – oft über 1500 Meter. 

Zwischen Meer und Hochgebirge, meist in den Lagen zwischen 300 und 1000 Höhenmetern finden wir das sogenannte Schonklima. Während der Klimatyp des Reizklimas eher dazu dient, den Stoffwechsel und die Vitalität des Körpers anzuregen, wirkt das Schonklima mit seiner ausgeglichenen Temperatur und gleichmäßigen Luftfeuchtigkeit eher beruhigend.

Primäre Indikationen: Erkrankungen der Atemwege

Heilklimatischer Kurort

Luftkurorte

Urlaub im Luftkurort

Neben den heilklimatischen Kurorten gibt es auch „einfache Luftkurorte“. Diese behandeln wir in diesem Guide nur kurz, da Luftkurorte meist keine medizinischen Kuren anbieten. Der Fokus liegt hier eher auf dem Tourismus in schöner Umgebung und bei guter Luft. Daher sind Luftkurorte zwar sicher eine nette Reise wert, aber meist nicht geeignet für die konkrete Behandlung eines gesundheitlichen Problems.

Primäre Indikationen: Steigerung des Wohlbefindens & Erholung

Seebäder, Seeheilbäder oder Thalassozentren

Seeheilbad

Auch hier kann man es dem Namen nach bereits erahnen. Seebäder liegen natürlich am Meer! In diesen Kurorten macht man sich die natürlichen Heilmittel des Meeres, wie Salzwasser, Sand, Algen und die frische salzhaltige Meeresluft – aber auch die Sonne zu nutzen. Neben dem Badetourismus in den klassischen Seebädern haben sich die Kurbetriebe mit Thalassozentren auf alle Arten von Therapien mit den frischen therapeutischen Heilmitteln des Meeres spezialisiert. Neben Bädern gibt es auch spezielle Thalasso-Parcours, Meerwasserduschen, Hydromassagen und viele weitere spannende Anwendungen zu entdecken.

Primäre Indikationen: Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte, Rheuma und Rückenbeschwerden, Stress

Unsere Spezialseiten zu Therapien in Seeheilbädern:

Moorheilbäder und Fangothermen

Das natürliche Vorkommen von Moor, Torf oder Heilschlamm, wie dem italienischen Fango, zeichnet die Moorheilbäder und Fangothermen aus. Das gestochene Moor kommt als Heilmittel oft in Form von körperwarmen Bädern zum Einsatz (ca. 39°C) – Sie haben hiervon sicherlich schon einmal entsprechende Bilder gesehen. Der Thermalheilschlamm Fango wird meist eher lokal als Fangopackung angewendet und wird auf den Rücken oder andere Körperstellen aufgetragen. Beim Fango wirkt sowohl die Temperatur als auch die mineralische Zusammensetzung des Heilschlamms selbst. Übrigens: Fango muss nicht unbedingt warm angewendet werden, bei Bedarf gibt es auch Packungen mit kaltem Heilschlamm. Neben Italien und Ungarn gibt es auch sehr bekannten Heilschlamm am Toten Meer.

Primäre Indikationen: Gelenkschmerzen und Bewegungsunfähigkeit, Nachbehandlung von Unfällen und Operationen, Frauenleiden, Stress

Unsere Spezialseiten zu Therapien in Moorheilbädern & Fangothermen:

Moorpackung

Kneipp-Kurorte

Kneipp-Heilbäder und Kneippkurorte fallen oftmals auch in die Kategorie der normalen Heilbäder. Im Zentrum der Kneipptherapie stehen Anwendungen aus dem Bereich der Wasser- bzw. Hydrotherapiekuren. Hierbei kommen oft sogenannte Wechselbäder mit heißem und kaltem Wasser zum Einsatz. Neben der Wassertherapie dreht sich die moderne Kneipp-Lehre aber auch um Bewegung und Ernährung. Ein zentraler Faktor ist die Stärkung des Immunsystems. Da Sebastian Kneipp ein Deutscher war, befinden sich die meisten Kneipp-Kurorte in Deutschland. Durch die international bekannten Kneipp-Badezusätze zieht es aber auch immer mehr Touristen in die Kneippkurorte um diese Therapie besser kennenzulernen.

Primäre Indikationen: Herz- und Kreislauferkrankungen, chronsiche Bronchitis, Schulter- und Rückenschmerzen, Stoffwechselerkrankungen, nervöse oder chronische Magenschleimhautentzündung, Arthrose

Unsere Spezialseiten für Therapien in Kneipp-Kurorten:

Kneipp-Anwendung

Die schönsten Kurorte Europas

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