Studie zum Effekt von Atemübungen bei PTBS & Depressionen
T. Descilo et al.
März 2010
Burn-Out Prävention / Prophylaxe
Die indisch-amerikanische Studie untersuchte die Wirkung von Yoga-Atemübungen auf post-traumatische Belastungsstörungen (PTBS) sowie Depressionen bei Überlebenden von Massenkatastrophen.
Das Sample bestand aus 183 Überlebenden des Tsunami in Asien 2004, die auf der PTBS-Checkliste PCL-17 einen Wert von 50 oder mehr erzielten.
Die Probanden wurden in drei Gruppen aufgeteilt: Eine bekam Yoga-Atemübungen, eine weitere Yoga-Atemübungen mit folgendem drei- bis achtstündigen Expositionsverfahren zur Traumabehandlung verordnet, die dritte Gruppe wurde für sechs Wochen auf die Warteliste gesetzt.
Zu Studienbeginn, nach sechs, zwölf und 24 Wochen wurden PCL-17 und BDI-21 gemessen und mittels ANOVA analysiert.
Nach sechs Wochen zeigten die Ergebnisse signifikante Unterschiede zwischen den drei Gruppen.
Die Studie konnte beweisen, dass Yoga-Atemübungen psychische Belastungen nach Massenkatastrophen und Depressionen lindern können und sich Körper und Gehirn über das richtige Atmen beruhigen lassen.
Die wichtigsten Informationen zur Studie auf einen Blick
- Indikationen
- PTBS, Depression
- Institution
- The Trauma Resolution Center of Miami, Miami, FL, USA
- Titel
- Studie zum Effekt von Atemübungen bei PTBS & Depressionen
- Kurzbeschreibung
- Eine Studie zeigt, dass Yoga-Atemübungen PTBS und Depressionen bei Überlebenden von Massenkatastrophen signifikant lindern.
- Originaltitel
- Effects of a yoga breath intervention alone and in combination with an exposure therapy for post‐traumatic stress disorder and depression in survivors of the 2004 South‐East Asia tsunami
- Link zur Studie
- https://www.scilit.com/publications/0ec2d2c631b08c52a2ed5b4ea7864773
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