Ayurveda-Medizin

Ayurvedische Medizin

Traditionelles Heilmittel mit großer Zukunft

Ayurvedische Medizin und deren Pflanzen

Pflanzliche Medizin, ganz gleich aus welchem Kulturkreis, wird häufig als traditionelles Gegenstück zu westlichen, pharmazeutischen Arzneimitteln gesehen. Oft wird diese Meinung auch in Verbindung mit ayurvedischer Medizin vertreten. Grund genug, Heilpflanzen als zentrale Bestandteile dieser Medizin einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Um die Entwicklung der ayurvedischen Medikamente zu verstehen, sollte man sich zunächst einmal deren Ursprünge bewusst machen. Erste Berichte über die Verwendung von Heilpflanzen können bereits in die Zeit der Anfänge der ayurvedischen Lehre vor ca. 5.000 Jahren datiert werden. Wie in allen Kulturen vor dem Zeitalter der chemischen Industrie finden zur Behandlung von Krankheiten verschiedene Pflanzen Anwendung, die in der Umgebung der Siedlungsgebiete der damaligen Bevölkerung zu finden waren. Das Besondere an der traditionellen Heimat des Ayurveda ist dabei, dass die Region von Südindien und Sri Lanka zu den artenreichsten Regionen der Erde gehört und viele endemische, also nur dort vorkommende Arten beherbergen. Allein in den Bergen der indischen West-Ghats finden sich mehr als 3.000 verschiedene Heilpflanzen, deutlich mehr als beispielsweise in Mitteleuropa.

Klassifikation der Heilpflanzen als Basis

Während in Europa bereits seit dem Mittelalter ausführliche Sammlungen und Klassifikationen über die Wirkung von Heilpflanzen erschienen sind, ist dies für die ungleich größere Zahl in Indien und Sri Lanka deutlich schwieriger. Gerade dieses Wissen legte jedoch den Grundstein für das Aufkommen der naturwissenschaftlichen Medizinentwicklung. Das Isolieren und Prüfen arzneilich wirksamer Stoffe stellte die Basis der Entwicklung von synthetischen Arzneimitteln dar. Genau hier liegt also der Nachteil, aber auch die große Entwicklungschance rein pflanzlicher ayurvedischer Medizin. Zum einen sind Pharmaunternehmen immer auf der Suche nach neuen wirksamen Arzneipflanzen, zum anderen hilft eine Klassifizierung, die potentiellen Wirkstoffe zu finden und weiterzuentwickeln.

Ayurvedische Pflanzen - Tradition mit großer Zukunft

Aus diesem Grund wurde inzwischen vielerorts damit begonnen, Heilpflanzen zu sammeln, zu bestimmen und deren Wirkungsweisen nachzuvollziehen. Beispielsweise haben die Barberyn Ayurveda Resorts zusammen mit der Universität von Ruhuna ein Projekt gestartet, mit dem Ziel, eine Datenbank zu erstellen, die die Heilpflanzen zusammenträgt, bestimmt, benennt und die Wirkungsweise der einzelnen Pflanzenteile aufzählt. Solch dokumentiertes Wissen wird dazu beitragen, die Heilkräfte der pflanzlichen Medizin noch genauer nachzuvollziehen und deren Nutzung weiter zu steigern.

Davon abgesehen, wurde die Wirksamkeit von pflanzlicher ayurvedischer Medizin in Verbindung mit anderen Heilmethoden des Ayurveda bereits in zahlreichen Studien wissenschaftlich nachgewiesen. Ayurvedische Medizin ist also keinesfalls „Hexenwerk“, sondern das Ergebnis eines Jahrtausende alten Entwicklungsprozesses und es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die Bestandteile der ayurvedischen Heilpflanzen auch Teil unserer Medizin sein werden. Wann und in welcher Form das der Fall sein wird, das werden die nächsten Jahre zeigen.

Dagegen kann schon heute jedem eine Ayurveda Reise nach Indien oder Sri Lanka ans Herz gelegt werden. Dort erlebt man die Wirksamkeit einer solchen authentischen Kur hautnah und lernt dabei die traditionellen Ursprünge der Lehre direkt vor Ort kennen.

 

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