Burnout & Depression: Symptome und Therapie

Die innere Balance wiederfinden

Burnout und Depression

Burnout, Erschöpfung und Depression sind längst zu Volksleiden geworden, da sind sich die Psychologen und Psychiater einig. 17% der erwachsenen Deutschen (zwischen 16 und 65 Jahren) sind bisher in ihrem Leben mindestens einmal an einer depressiven Störung erkrankt. Depressive Störungen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen der heutigen Zeit. Lernen Sie auf dieser Seite alles über die Begriffe Burnout und Depression und erfahren Sie, wie Sie diese Krankheiten mit Fit Reisen behandeln oder ihnen vorbeugen können.


Was ist eine Depression?

Biologisch betrachtet geraten bei einer Depression gewisse Stoffwechselprozesse (zB. der Serotonin- und Cortisol-Stoffwechsel) außer Kontrolle. Die Depression ist eine psychische Störung und stammt von dem Begriff „deprimere“ ab, welcher aus dem lateinischen übersetzt so viel wie „herab- oder niederdrücken“ bedeutet. Typische Leitsymptome für eine Depression sind daher Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und das Gefühl einer inneren Leere. Diese negative Grundstimmung wird meist durch verschiedenste Faktoren und Lebensereignisse hervorgerufen und kann sich unbehandelt über Monate, oftmals sogar Jahre ziehen. Betroffene sollten daher über eine Behandlung beim Psychotherapeuten nachdenken, um auf diesem Wege Unterstützung zu erhalten. 

Symptome einer Depression

Es gibt eine Liste von Symptomen, anhand derer der Arzt oder Psychotherapeut feststellen kann, welcher Schweregrad der Krankheit vorliegt, oder ob es sich bei der Diagnose lediglich um eine „leichte depressive Verstimmung“ handelt. 

Die drei Hauptsymptome sind:

  • Verlust von Interessen und Freuden
  • Innere Leere, Gefühl der Verzweiflung
  • Antriebslosigkeit, Energielosigkeit

Dazu können folgende Begleiterscheinungen kommen:

  • Das Gefühl, wertlos zu sein
  • Das Gefühl, an allem schuld zu sein
  • Konzentrationsstörungen, innere Unruhe
  • Eine pessimistische Sicht auf die Zukunft
  • Schlafstörungen
  • Ein verändertes Essverhalten
  • Die Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
  • Emotionslosigkeit
  • Körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Herzschmerzen, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme

Ursachen und Auslöser der Erkrankung

Die folgenden Ursachen können Auslöser für Depressionen sein:

  • Persönliche Probleme und belastende Lebenssituationen wie der Tod eines nahestehenden Menschen
  • Verlusterlebnisse jeglicher Art (Verlust von Anerkennung, Verlust des Arbeitsplatzes, Verlust eines gewissen Lebensgefühls)
  • Biochemische Veränderungen im Gehirn
  • Medikamenteneinnahme wie z.B. von Hormonen, Arzneimitteln für Herz- Kreislauferkrankungen, Antibiotika
  • Genetische Voraussetzungen

Was ist ein Burnout?

Ein Burnout bezeichnet einen Zustand körperlicher, emotionaler und geistiger Erschöpfung und bedeutet demnach „ausgebrannt zu sein“. Die Ursache dieser Krankheit liegt häufig in durch Stress ausgelöste Überlastungen beruflicher oder anderer Natur. Diese Überlastungen führen dazu, dass eine verminderte Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit eintritt und somit immer weniger, eigentlich alltägliche Lebenssituationen, gemeistert werden können. Das Burnout ist eine Unterform der Depression und wird häufig als solche eingestuft, wenn es um das Thema Therapiemaßnahmen geht.

In Deutschland sind es ca. 9 Millionen Betroffene, die unter einem Burnout Syndrom oder zumindest einer Vorstufe von Burnout davon leiden. Da gerade Symptome wie Rückenschmerzen, Magen-Darm Beschwerden oder Tinnitus oftmals als „Stress“ abgestempelt werden, versuchen viele Betroffene erst einmal selbst mit den Beschwerden fertigzuwerden. Doch wer sich keine professionelle Hilfe sucht, riskiert einen langen Leidensweg inklusive rapider Abnahme der Lebensqualität - bis hin zur Arbeitsunfähigkeit.

An dieser Stelle sei gesagt, dass die oben genannten keine eindeutigen Diagnosekriterien für das Burnout Syndrom sind, sondern Zeichen der Erschöpfung, die auch auf eine tiefergehende Depression hinweisen können.

Symptome eines Burnout Syndroms

  • Lustlosigkeit, Übellaunigkeit
  • Gefühle des Versagens
  • Angst, den Aufgaben nicht gewachsen zu sein
  • Mangelndes Interesse am Beruf
  • Körperliche Begleiterscheinungen wie Rückenschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Tinnitus, hohe Infektanfälligkeit)
  • Permanente Erschöpfung
  • Rückzug aus sozialem Leben

Ursachen und Auslöser für Burnout

Einen idealen Nährboden für Burnout bieten:

  • Hohe Belastung auf der Arbeit
  • Stress im Beruflichen oder Privaten
  • Keine Abgrenzung zwischen Beruf und Privatleben
  • Zu hohe Erwartungen (fremd- oder eigengesteuert)
  • Perfektionismus verbunden mit zu hohen Idealen
  • Angst, zu versagen

Burnout oder Depression?

Unterschied zwischen Burnout und Depression

Von einer Depression spricht man, wenn Anzeichen von Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, gedrückter Stimmung, Schuldgefühlen, Schlafstörungen, Appetitstörungen und Hoffnungslosigkeit mitschwingen und mindestens zwei Wochen vorliegen, so die Deutsche Depressionshilfe. Offizielle Kriterien für die Diagnose Burnout Syndrom existieren nicht.

Ein entscheidender Unterschied besteht darin, dass ein Burnout meist im Zusammenhang mit beruflicher Überforderung steht, während die Depression teils ohne erkennbare Ursache auftritt. Ein Burnout ist häufig die Folge davon, dass man die eigenen Bedürfnisse über eine längere Zeit hinweg ignoriert hat und sich stattdessen für Arbeit und Mitmenschen aufgeopfert hat. Darum ist Burnout auch eine unter den Patienten beliebtere Diagnose als die der Depression, da sie mit beruflichem Erfolg und Altruismus assoziiert wird.

Ein wichtiges Symptom, das Burnout Patienten haben, Depressive aber wiederum nicht, ist die „reizbare Schwäche“. Das bedeutet, dass man sich kraftlos und müde fühlt, aber gleichzeitig nervös und unruhig, was zu einer leichten Reizbarkeit und manchmal zur Aggressivität führt.

 

 

Wer ist besonders gefährdet für Depressionen und Burnout?

Burnout oder Depressionen können jeden Menschen treffen. Studenten oder Rentner wie Berufstätige, Top Manager wie Familienmuttis. Allerdings lässt sich sagen, dass Frauen häufiger unter diesen Erkrankungen leiden als Männer.

Wenn Sie das Gefühl haben, unter Symptomen von Burnout oder Depression zu leiden, zögern Sie nicht und holen Sie sich professionelle Hilfe, zum Beispiel bei einem Psychotherapeuten. 


Therapie: Das hilft gegen Burnout und Depression

Generell gilt es bei Burnout die richtige Balance zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Da es von der Hausfrau bis zum Manager allerdings jeden treffen kann, gilt dies nicht immer Pauschal. Wichtig ist es, dass Stressfaktoren nachhaltig reduziert werden. Ob beim Kaffee mit der besten Freundin oder bei einer großen Runde Jogging durch den nahegelegenen Park, sorgen Sie für Ihren individuellen Ausgleich zwischen Arbeit und Freiheitsgefühl. 

Um die optimale Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu finden, hilft es vielen Menschen auch Kurse für Zeit- & Stressmanagement, Autogenes TrainingYoga oder Progressive Muskelentspannung zu besuchen und somit Stress abzubauen und Blockaden zu lösen. So können die Beschwerden eines Burnout deutlich gelindert werden. Vermeiden Sie außerdem Multitasking, versuchen Sie sich eine positive Grundstimmung anzueignen und gönnen Sie sich ab und an etwas Besonderes.

Bei Depressionen gilt ein ähnliches Vorgehensmuster. Allerdings handelt es sich hierbei um eine psychische Störung, welche definitiv einer Therapie und Behandlung bedarf. Mit Psychotherapie, Gruppen- & Einzelgesprächen und Meditation oder Entspannungstechniken sind Sie allerdings schon auf einem sehr guten Weg in die Besserung. Je nach Schwere der Erkrankung kann auch medikamentös nachgeholfen werden.

Die Behandlung einer Depression kann ein langwieriger Prozess sein, der aber von jedem Patienten durchlaufen werden muss. Als Akuthilfe empfehlen Experten Bewegung an der frischen Luft und den Kontakt mit Freunden und Familie. Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training helfen vielen betroffenen Menschen dabei, für Atempausen im Alltag zu sorgen. Zudem ist die Unterstützung eines Therapeuten für Betroffene enorm wichtig. 

 

 

 

Die Relevanz von Sport und Bewegung

Zusätzlich unterstützend bei der Behandlung von Erschöpfungszuständen wirken Sport und Bewegung. Bei Wassergymnastik, Pilates, Yoga und Nordic Walking werden Endorphine freigesetzt und die Stimmung hebt sich. Regelmäßige Aktivitäten in der Natur wirken außerdem positiv auf die negative Grundstimmung depressiver Menschen. 
Ob zur Vorbeugung oder Bekämpfung, ein 20 minütiger Spaziergang in der Sonne kann schon wahre Wunder wirken – durch die Sonneneinstrahlung wird die Serotonin-Ausschüttung im Körper angekurbelt und wir werden glücklicher.

Ein Kuraufenthalt gibt neue Kraft

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Fit Reisen empfiehlt

So beugen Sie Burnout und Depression vor 

Um eine effektive Reduktion der Stressfaktoren zu erzielen oder Burnout und Depression vorzubeugen, empfehlen sich Badekuren, Heilkuren und traditionelle Ayurveda Kuren in ruhiger und reizarmer Umgebung an der See oder in den Bergen.

Zur Unterstützung sind zudem Bewegungs- und Sporttherapien mit geführten Wanderungen, Qi Gong und weiteren Aktiv-Programmen, sowie eine ausgewogene und gesunde Ernährung empfehlenswert.

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