Auf Halloweentour durch Deutschland: Hier leben die unheimlichsten Schauergestalten

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Hamburg, 25. Oktober 2021. Sobald die Bäume ihre Blätter abwerfen, Kürbisfratzen vor den Häusern stehen und Skelette oder Totenköpfe als Dekoration herhalten, ist klar: Halloween steht vor der Tür. In den 90er-Jahren schwappte der einst irische Volksbrauch aus den USA nach Europa und ist mittlerweile auch in Deutschland eine beliebte Tradition zur Herbstzeit. Um sich so richtig zu gruseln, muss man allerdings nicht nach Übersee schauen, denn auch hier finden sich viele Orte, in denen Schauergestalten ihr Unwesen treiben. Das Reisegutschein-Portal tripz.de (www.tripz.de) stellt die unheimlichen deutschen Pendants zum Poltergeist, der Mörderpuppe Chucky und Co. vor…

Der Gonger spukt auf den nordfriesischen Inseln

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Ein Beitrag geteilt von Sandara BCN-MADRID (@sanbcnmadrid)

Der Gonger ist eine Art Poltergeist, der auf den nordfriesischen Inseln Sylt und Amrum spukt. Gotteslästerer oder Selbstmörder kehren ebenso in dieser Gestalt zurück wie auch Menschen, die zu Unrecht ermordet wurden, denn sie finden in ihren Gräbern keine Ruhe. Auch Seemänner, die auf hoher See ihr Leben ließen, erscheinen als Gonger wieder, um ihren Liebsten die Nachricht ihres Todes zu übermitteln. So steigen sie mit ihren Klamotten, die sie während des Ertrinkens getragen haben, aus dem Meer, gehen in ihre ehemaligen Häuser, löschen die Lichter und legen sich auf die Decke eines Schlafenden – lediglich eine Spur aus Salzwasser bleibt am Morgen zurück.

Die Mittagsfrau kürzt im Spreewald Köpfe

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Ein Beitrag geteilt von Christian Damm (@chrischi74)

Zimperlich geht die Mittagsfrau im Spreewald, südöstlich von Brandenburg gelegen, mit ihren Opfern nicht um. Gegenüber Pausenverweigerern zieht sie ein hartes Register: Die Frau erscheint mit einer Sense in der Hand den Feldarbeitern, die in der heißen Mittagssonne emsig ihrer Arbeit nachgehen und keine Siesta einlegen. Nach einer alten Bauersage kann nur derjenige ihrem tödlichen Hieb entkommen, der mit ihr eine Stunde lang über den Flachs- und Leinenanbau fachsimpeln kann. Um bei der garstigen Frau im weißen Gewand gar nicht erst in Erklärungsnot zu geraten, sollte die Mittagspause auf dem Land auf jeden Fall eingehalten werden.

Der hinterlistige Stüpp im westlichen Rheinland

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Ein Beitrag geteilt von Hansi Mono (@hansi_mono)

Im Rheinland kann man auf eine weitere Grusel-Gestalt treffen, den Stüpp. Zugegeben, der Name klingt erst einmal harmlos, jedoch verbirgt sich dahinter die regionale Bezeichnung einer besonderen Werwolfsart. Anders als die bekannte Gattung zerfleischt er weder seine Opfer noch verwandeln sich diese ebenfalls in Werwölfe. Der Stüpp agiert heimtückischer:  Er lauert seinem ahnungslosen Opfer meistens an einem Kreuzweg, einer Friedhofsmauer oder in der Nähe eines Fließgewässers auf. Ist die Situation günstig, springt er auf dessen Rücken und lässt sich tragen. Zu Beginn zeigt er sich als kleiner, unschuldig verspielter Hund, jedoch wird er Schritt für Schritt immer schwerer und größer. Meistens erleiden die Menschen, die ihn auf dem Rücken tragen, einen Zusammenbruch, da seine Anwesenheit starke Beklemmungen und Panikattacken auslösen. Bei schlimmeren Zuständen kann es passieren, dass die Träger den Verstand verlieren oder wenige Zeit später sterben.

Die kopflosen Reiter geistern im Rheinland

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Ein Beitrag geteilt von Silvania Queiroz (@sil_queiroz_36)

Im südwestlichen Rheinland sorgen bei Nacht die kopflosen Reiter für Angst und Schrecken, denn eine Begegnung mit ihnen verheißt den baldigen Tod. In dieser untoten, schwarz gekleideten Gestalt kehren der Sage nach unter anderem Selbstmörder oder Grenzsteinversetzter zurück. Sie erscheinen ohne Vorwarnung aus dem Nichts oder galoppieren gar mit einem Pferd direkt aus dem Grab. Eine einzige Berührung reicht aus, um ins Reich der Toten überzusiedeln. Retten kann sich nur der, der schnell ein Gebet mit den Worten „Christus“ oder „Gott“ ausspricht – daraufhin ist der Reiter von seiner Strafe befreit und zeigt sich in einem weißen Leichentuch. Anfassen sollte man ihn dennoch auf keinen Fall: Berührt man den nun erlösten Reiter, geht man mit ihm Hand in Hand ins Totenreich.

Die unheimliche Saalenixe in Thüringen

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Ein Beitrag geteilt von Fischi (@fischiot)

Auch wenn die Saalenixe im thüringischen Jena nicht an Halloween, sondern am 24. Juni ihre Opfer ins Wasser zieht, reiht sie sich ein in die Riege der deutschen Gruselgestalten. Der Legende nach soll man an diesem Tag weder in der Saale baden, fischen oder mit einer Fähre auf die andere Seite des Flusses übersetzen – denn es ist möglich, diesen Wagemut mit seinem Leben zu bezahlen. Doch auch Neugierige, die die Nixe anlocken, um sie mit eigenen Augen zu sehen, sollten dies tunlichst vermeiden. Als abschreckendes Beispiel dient unter anderem die Geschichte eines Malers, der die Nixe unbedingt aus der Nähe erblicken wollte und sie mit Gitarrenklängen anlockte. Als sie nun tatsächlich erschien, verfiel der Mann in große Panik – vor lauter Aufregung lief er in die Saale und verschwand. Am nächsten Tag entdeckte ein Fischer, der tags zuvor bereits nach ihm suchte, nur noch den Haarschopf des törichten Malers.

Die wilde Berta wütet im Süden

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Ein Beitrag geteilt von Dan 👽♂️ (@wakingnightdream)

Mehrere Mythen ranken sich um die Frau mit zotteligen Haaren und schlechter Laune, die auch als Bildaberta, Hildaberta sowie eiserne Berta bekannt ist. Unter anderem sagt man ihr nach, dass sie besonders grausam handelt, wenn es um einen besonderen kulinarischen Genuss geht: Wird am 31. Dezember nicht Kloß und Hering verspeist, erscheint die wilde Berta. Empört schlitzt sie die Bäuche auf, nimmt das vorher verzehrte Essen aus dem Magen und  füllt ihn anschließend mit Stroh. Zumindest „näht“ die wilde Berta die offene Wunde wieder zu, wenn auch mit einem Pflug und einer Kette.

Das Sennentuntschi treibt im Alpenraum sein Unwesen

Besonders gruselig wird es auch mit dieser Sagen-Gestalt aus der Alpenregion: Der Legende nach basteln sich einsame Hirten, die ein eintöniges Leben auf der Alm führen, aus Langeweile eine weibliche Puppe aus Stroh. Diese wird gefüttert, es wird mit ihr gesprochen und sie wird zudem mit ins Bett genommen. Wenn der Sommer vorbei ist und die Nutztierherde vom Berg ins Tal in ihr Winterquartier getrieben wird, erwacht die Puppe, die unter den Namen Sennentuntschi, Hausäli oder Sennpoppa bekannt ist, zum Leben: Sie beginnt mit den Hirten zu sprechen und rächt sich schlussendlich an den Männern für ihr übergriffiges Verhalten. Dabei wendet die Puppe teils rabiate Methoden an – so kann es schon einmal vorkommen, dass sie einem der Hirten die Haut vom Körper zieht.

Gruselfans und unerschrockene Reisende, die sich auf die Spuren echter Schauergeschichten begeben möchten, finden bei www.tripz.de passende, aber keineswegs gruselige Urlaubsgutscheine für Hotels unweit der vorgestellten Orte der Schauergestalten.