Köln, Düsseldorf und Mainz kann jeder: Die coolsten Karnevals-Hotspots abseits des Mainstreams

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Leipzig, 19. Februar 2020. Ab morgen ist es wieder so weit: Von Weiberfastnacht (20.02.) bis Aschermittwoch (26.02.) sind die Jecken und Narren los! Ob Karneval oder Fasching: Die „tollen Tage“ vor der Fastenzeit haben traditionell vor allem im Westen und Südwesten unseres Landes Hochkonjunktur. Doch das heißt nicht, dass im Rest der Bundesrepublik keine Schunkel-Hotspots zu finden sind. Das Kurzreisenportal kurz-mal-weg.de (KMW) zeigt die besten Tipps für Karnevalsliebhaber, die zur „fünften Jahreszeit“ auch in Nord-, Ost- und Süddeutschland besonders auf ihre Kosten kommen.

Karnevalsmüde Nordlichter? Von wegen!

Den unterkühlten Norddeutschen eilt ihr Ruf als Karnevalsmuffel voraus. Zu Unrecht, wie die ausgelassene Karnevalssause beweist, die jedes Jahr an Rosenmontag im beschaulichen Ort Marne (Landkreis Dithmarschen) in Schleswig-Holstein steigt. Von nordischer Reserviertheit ist bei den Marner Karnevalisten keine Spur. Unter dem Motto „Marn‘ hol fast“ (plattdeutsch für „Marne, halte fest zusammen“) bestaunen hier jährlich bis zu 20.000 Jecken und Narren den Rosenmontagsumzug – und das bei nur etwa 5.700 Einwohnern. Auch in Sachen Wurfmaterial haben die Norddeutschen einiges zu bieten: Rund 6.000 Kilogramm Kamelle bringen die Marner unter die Schaulustigen.

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Fliegende Spreewaldgurken in Cottbus

Den größten Karnevalsumzug im Osten gibt es in Cottbus: Bereits zum 29. Mal findet hier am Karnevalssonntag (23. Februar 2020) der „Zug der fröhlichen Leute“ statt. Mit bunt geschmückten Festwagen sorgen über 3.000 Vereinskarnevalisten bei mehr als 100.000 Schaulustigen für gute Laune. Unter „Hellau!“-Rufen zieht die Parade durch die Cottbusser Innenstadt. Dabei regnet es nicht nur Kamelle und Konfetti: Aus den Wagen werden auch Spreewaldgurken und sogar Pfannkuchen gereicht. Ausgelassen weiter gefeiert wird nach dem Umzug im großen Festzelt auf dem Cottbusser Viehmarkt.

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Karneval im „KUKAKÖ“

Auch in Sachsen-Anhalt werden ausgiebig die „tollen Tage“ zelebriert: Die Stadt Köthen gilt als Karnevalshochburg Mitteldeutschlands. Der Schlachtruf der hiesigen Narren lautet „KUKAKÖ“, das steht selbstironisch für „Kuh-Kaff Köthen“. Doch an ein Kuh-Kaff denkt man keinesfalls, wenn am Rosenmontag über 100 bunt geschmückte Wagen und fröhliche Karnevalisten durch die Köthener Altstadt ziehen. An der Spitze der „KUKAKÖ“-Karnevalsgesellschaft, die das närrische Treiben ausrichtet, steht seit 1992 jedes Jahr ein Kinder-Prinzenpaar.

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„Brunswiek Helau!“ beim Braunschweiger Schoduvel

Kamelle sind hier Bolchen, statt „Kölle Alaaf“ ruft man „Brunswiek Helau!“ und statt Karneval heißt es Schoduvel – die „fünfte Jahreszeit“ hat im niedersächsischen Braunschweig eine lange Tradition, deren Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Auch dieses Jahr feiert die Löwenstadt unter dem Motto „Braunschweig – weltoffen und international, so ist auch unser Karneval“ eine rauschende, bunte Karnevalssession. Den Höhepunkt bildet der Umzug am Karnevalssonntag, der bis zu 200.000 Besucher anlockt und als einer der größten Karnevalsumzüge Deutschlands gilt. Schöne Geste: Hier stehen nicht nur Funkenmariechen und Dreigestirn im Fokus, eine Jury des Komitee Braunschweiger Karneval kürt auch das beste Gruppenkostüm der Zuschauer.

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Die Karnevalshochburg von Sachsen heißt Radeburg

Närrisches Treiben gibt es auch in Sachsen zuhauf. Besonders heiß her geht es in Radeburg bei Dresden. Zum Umzug am Karnevalssonntag, dem größten in Sachsen, werden hier jährlich etwa 50.000 Jecken und Narren erwartet. Für das närrische Treiben wird der Marktplatz überdacht, damit die Fasching-Fans unter lauten „Ra-Bu!“-Rufen unbeschwert feiern können. Während der Radeburger Karneval erst seit 1958 besteht, ist die älteste Faschingstradition Sachsens in Wittichenau in der Oberlausitz zu finden. Seit über 300 Jahren treiben Jecken und Narren hier Jahr um Jahr in der „fünften Jahreszeit“ Schabernack.

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Bier vom Bürgermeister? Karneval in Wasungen

„Woesinge Ahoi!“ heißt es am Karnevalssamstag im Örtchen Wasungen, dem Thüringer Karnevals-Hotspot. Auch hier gehen die närrischen Feierlichkeiten auf eine lange Tradition zurück: Historische Dokumente zeigen beispielsweise, dass im Jahr 1524 der Bürgermeister Wasungens die Mitwirkenden der Fastnachtsspiele auf ein Fass Bier einlud. Auch wenn der Bürgermeister heutzutage nicht mehr allen Beteiligten ein Bier ausgibt, ist Besuchern der Werrastadt zur „fünften Jahreszeit“ dennoch fröhlicher Faschingsspaß garantiert. Statt eines Prinzenpaars, wie in den meisten deutschen Karnevalshochburgen, regiert hier ein einziger „Prinz Karneval“, mit der Unterstützung zweier Pagen. Für alle, die es nicht nach Wasungen schaffen: Der größte Umzug Thüringens findet am Karnevalssonntag in Erfurt statt.

Übernachtung mit kurz-mal-weg.de: Eine Übernachtung im Doppelzimmer inklusive Halbpension und Nutzung der Saunalandschaft im AKZENT Aktiv & Vital Hotel Thüringen**** in Schmalkalden ab 85 Euro pro Person.

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Karnevalistische Bildung im bayerischen Kitzingen

Alle, die mehr über die Hintergründe von Karneval, Fasching und Fastnacht erfahren möchten, sind im bayerischen Kitzingen richtig. Im Deutschen Fastnachtmuseum des Bundes Deutscher Karneval tauchen Besucher tief in die karnevalistische Tradition ein und erfahren an unterhaltsamen Stationen, wo die Ursprünge von „Helau!“, „Alaaf!“, Büttenreden und Co. liegen. Ein weiteres Karnevals-Highlight in Kitzingen und typisch für die fränkische Fastnacht ist die beliebte Rosenmontags-Prunksitzung. Seit 1989 verleiht hier die Kitzinger Karnevalsgesellschaft den „Schlappmaulorden“ an eine Person des öffentlichen Lebens, die sich im Vorjahr durch besondere Schlagfertigkeit ausgezeichnet hat. 2020 geht die Auszeichnung für die lockere Zunge an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Übernachtung mit kurz-mal-weg.de: Eine Nacht im Doppelzimmer inklusive Halbpension im AKZENT Hotel am Bach***+ in Dettelbach ab 129 Euro pro Person.

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