Drâa-Tafilalet Urlaub

Wie eine Fata-Morgana

Inmitten der goldgelben Sanddünen der Sahara sticht die Oasenlandschaft Drâa-Tafilalet geradezu hervor. Grüne Palmenhaine und farbenprächtige Lorbeerbäume säumen hier idyllische Berbersiedlungen, die von Kasbahs und Ksours geprägt sind. Der Name der südöstlichen marokkanischen Region leitet sich von dem Fluss Drâa, der sie durchfließt, und von seinem Tal Tafilalet ab. Drâa ist der längste Fluss des Landes und entspringt im Hohen Atlas, um nach Agdz zu fließen, wo er dann in den Atlantik mündet. Die touristisch meistbesuchte Gegend dehnt sich östlich des Stausees El Mansour Eddahbi aus. Hier reihen sich traditionelle Festungsdörfer aneinander und begeistern Sie in Ihrem Drâa Tafilalet Urlaub mit arkadengeschmückten und ineinander verschachtelten Bauten, die mit Ziegelornamenten verziert sind.

Die Kultur der Berber

Ouarzazate, moderne Stadt und Tourismuszentrum, ist der Anfang der Straße der 1000 Kasbahs. Sie führt durch grüne Täler, vorbei an Kasbahs aller Arten und endet schließlich in Errachidia. Entlang der Route warten spektakuläre Sehenswürdigkeiten darauf, entdeckt zu werden: das Tal der Rosen, das idyllische Dades-Tal, die majestätische Berberfestung Taouirt und die Oasen El Kelaa M‘Gouna und Skoura mit ihren rostroten Kasbahs. Südwestlich von Errachidia liegt die Wüstenstadt Zagora, in der das berühmte Schild „Tombouctou – 52 jours“ steht, das daran erinnert, dass Karawanen früher 52 Tage lang von hier aus unterwegs waren, um Timbuktu in Mali zu erreichen. Ganz in der Nähe befindet sich Tamnougalt, ein Labyrinth aus gebogenen Arkaden, verwinkelten Räumen und kleinen Innenhöfen. Das Bauwerk vereint arabische, andalusische und berberisch-jüdische Architekturstile miteinander und ist besonders für Kulturliebhaber einen Besuch wert.

Faszination Wüste

Die Wüste zieht einen in ihren Bann und beeindruckt nachhaltig. Eine Beduinenweisheit lautet: „Wer in die Wüste geht und wiederkehrt, ist nicht mehr derselbe.“ Denn die scheinbar endlosen Sanddünen regen zum Meditieren an und strahlen geradezu spirituelle Ruhe aus – ein Ort, an dem Sie zu sich selbst finden können. Das Abenteuer beginnt in dem kleinen Wüstenort Merzouga, dem Ausgangspunkt für Jeep-Touren durch die Dünen und Ausflüge auf dem Rücken von Kamelen. Sobald sich die Sonne senkt, werden Beduinenzelte aufgeschlagen und Lagerfeuer entfacht. Traditionelle Musik erklingt, während die Sonne als rötlich glühender Feuerball hinter den golden schimmernden Dünen verschwindet. Nach den winterlichen sintflutartigen Regenfällen bildet sich mitten in der Wüste, westlich von Merzouga, ein See, wo sich dann sogar Flamingos einfinden.

Auf Entdeckungstour

Am südöstlichen Rand des Atlas-Massivs, nahe der Oasenstadt Tinerhir, befindet sich die etwa 600 Meter lange Todra-Schlucht. Tinerhir bildet den idealen Ausgangspunkt für Trekking-Touren in die Schlucht, die von gewaltigen Felswänden gesäumt wird und dadurch beste Voraussetzungen zum Klettern birgt. Wer es etwas beschaulicher mag, dem empfiehlt sich in Besuch auf dem traditionellen Montag-Souk von Tinerhir.

Tiefe Schluchten, geheimnisvolle Tafelberge und gezackte Felsen prägen das Djebel Sarho-Massiv, eine Landschaft, die darauf wartet, erkundet zu werden. Bei Wanderungen zwischen den majestätischen Gipfeln begegnen Sie Berbervölkern, Ziegen, Schafen und Kamelkarawanen – und schnuppern ganz nebenbei Nomadenkultur.

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