Ölziehen – Was ist das? Was macht es und hilft es wirklich?


Ölziehen gehört in Indien seit Jahrhunderten zur ayurvedischen Heilkunde. Bei uns kennt man diese Methode hauptsächlich in der Mundhygiene, um Zähne und Zahnfleisch vor Bakterien im Mund zu schützen. Dazu nimmt man morgens auf nüchternen Magen einen Teelöffel des bevorzugten Öls in den Mund und zieht dieses etwa 20 Minuten zwischen den Zähnen und dem Mund- sowie Rachenraum hin und her. Statistisch gesehen braucht es diese Zeitspanne um gewisse Giftstoffe zu neutralisieren. Nach Ablauf der Zeit wird das Öl ausgespuckt, der Mund gründlich mit warmem Wasser ausgespült und die Zähne geputzt.

Allerdings führt die Methode noch weitere entscheidende Vorteile mit sich. Einer Untersuchung zufolge, gaben Probanden an, dass sich der Zustand ihres Zahnfleisches sowie ihre Zahnfestigkeit verbesserte, sie seltener unter Atemwegsinfekten, wie Husten und Schnupfen litten und sich Gelenkprobleme, als auch Rheuma im Untersuchungszeitraum besserten.

Was genau beim Ölziehen passiert, ist wissenschaftlich noch nicht vollends belegt, es heißt allerdings, dass das Öl über die Mundschleimhaut in der Lage ist, dem Körper Giftstoffe zu entziehen sowie das Hin- und Herbewegen des Öls im Mund spezielle Drüsen, welche zur Absonderung von Giftstoffen dienen, ebenfalls stimuliert.

Bei der Wahl des Öls hat man die freie Auswahl aus Sesamöl, welches im indischen Ayurveda beliebt ist, Sonnenblumenöl, welches reich an Vitamin B, A, D & E ist sowie Leinöl, welches positiv auf den Stoffwechsel und entzündungshemmend wirkt.
Etwas schmackhafter und stark antibakteriell ist Kokosöl, welches sich daher Bestens zum Ölziehen eignet. Alternativ können auch Weizenkeimöl oder Schwarzkümmelöl genutzt werden. Diese fördern die Wundheilung im Mund durch schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.

Generell profitiert vermutlich auch das Immunsystem davon, da sich die Abwehr-Kapazitäten nicht mehr um den Mundraum kümmern müssen und so in anderen Bereichen zu Verfügung stehen. Ölziehen hat zudem keine Nebenwirkungen, welches sich daher hervorragend als morgendliches Ritual unter der Dusche anbietet. Um deutliche Erfolge zu spüren, sollte man es aber wenigstens vier bis sechs Wochen täglich, zwei Mal im Jahr durchführen.

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