Halloween: 7 überraschende Hintergründe, die Du noch nicht kanntest


kuerbisleuchten-zu-halloweenHeute ist Halloween! Seit einigen Jahren ist auch hierzulande diese Tradition weit verbreitet. Wer sich mit dem Brauch etwas näher beschäftigt, stößt auf viele wissenswerte kulturelle und geschichtliche Hintergründe. Die 7 spannendsten haben wir hier zusammengestellt!

1. Nicht in Amerika entstanden

Die sprachliche Herkunft des Wortes Halloween liegt im englischen „All Hallows Evening“, also der Nacht vor Allerheiligen (All Hallows). Die Ursprünge des Brauchs reichen 2500 Jahre zurück, zum alten keltischen Fest Samhain, das das Ende der Erntezeit und den Übergang in das Winter-Halbjahr symbolisierte.
Man glaubte, dass durch den Wechsel vom Tag zur Nacht, vom Alten ins Neue, die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Jenseits durchlässig wird. Die Toten und Geister konnten in die Menschenwelt kommen, um Kontakt mit den Hinterbliebenen zu suchen oder Schrecken zu verbreiten.
Das probate Mittel dagegen? Gruselige Verkleidungen! Damit wollte man die Toten erschrecken und verwirren, damit sie aufhörten, ihr Unwesen zu treiben.

2. Gekommen, um zu bleiben

Incandy-corn-halloween die USA gelangte die Halloween-Tradition erst viel später, nämlich als Mitte des 19. Jahrhunderts irische Auswanderer in das Land kamen. Das Fest wurde aber schnell so beliebt, dass es heute eines der wichtigsten amerikanischen Volks- und Kinderfeste ist – auch in wirtschaftlicher Hinsicht: Jährlich geben die Amerikaner 2 Milliarden Dollar für Halloween-Süßigkeiten aus! Üblich ist beispielsweise Candy Corn, das an die Mais-Ernte erinnert. Über 35 Millionen Tonnen werden davon jährlich produziert! Auch dekoriert wird viel fleißiger als bei uns: Fast 90% der Amerikaner schmücken ihre Häuser zu Halloween.

3. Erst Ersatz, dann unersätzlich

Wie Halloween nach Deutschland kam? Eigentlich per Zufall: Aufgrund des Golfkriegs fand man fröhliches Feiern unpassend und so wurde der Karneval 1991 abgesagt. Um kommerziellen Einbußen zu entgehen, richteten die Spielwarenhersteller ihre Produkte einfach auf Halloween aus – das war seine Geburtsstunde in Deutschland, denn danach wollte niemand mehr auf diese zusätzliche Vermarktungschance verzichten. Auch in der Bevölkerung verbreitete sich dieser neue Trend aus den USA – zur Freude der Einen und zum Entsetzen der Anderen… Heute ist das Verkleiden zu Halloween auch bei uns in vielen Familien und in den Schulen zur Tradition geworden.

4. Die schaurige Legende von der Kürbis-Laterne

Einer irischen Sage nach wollte der Teufel einen Dieb namens Jack Oldfield holen. Mithilfe eines Tricks gelang es Jack jedoch, den Teufel zu betrügen, so dass dieser ihm versprechen musste, seine Seele für immer in Ruhe zu lassen. Als Jack nach einem langen Leben starb, wurde ihm der Zutritt in den Himmel verwehrt – aber in die Hölle durfte er auch nicht. Der Teufel spottete und warf ihm bloß ein glühendes Stück Kohle zu. Das nutzte Jack, um sich aus einer Rübe eine Lampe zu basteln und so wandelt seine verdammte Seele auf ewig in der Dunkelheit umher – mit nichts als einem Irrlicht.

halloween-kuerbisDa es in den USA kaum Rüben, dafür aber Kürbisse im Überfluss gab,wurde ein ausgehöhlter und beleuchteter Kürbis mit böser Fratze das typische Symbol von Halloween, Jack´O´Lantern (Jack mit der Laterne) genannt.

 

5. Rübe oder Kürbis – Kopf an Kopf

Traditionelle Kürbisanbaugebiete wie Steiermark und Spreewald nahmen den Brauch natürlich begeistert auf – Halloween verbreitete sich dort viel schneller als im restlichen Bundesgebiet!
Kürbis-Orange ist auch eine der typischen Farben Halloweens, sie symbolisiert Ernte und Herbst.

In einigen Regionen Deutschlands werden die Hauseingänge aber immer noch mit beleuchteten, geschnitzten Rüben dekoriert. Sie erinnern an den klassischen Halloween-Kürbis und sollen böse Geister vertreiben.
Nicht umsonst werden die Wörter Rübe und Kürbis im deutschen Sprachgebrauch umgangssprachlich auch für den „Kopf“ verwendet…

6. Opfer und gute Gaben

halloween-kuerbis-muffinJeder hat an Halloween wahrscheinlich schon einmal den Ruf „Süßes oder es gibt Saures“ gehört, mit dem verkleidete Kinder von Tür zu Tür ziehen, um Süßigkeiten einzufordern – und vor Streichen zu warnen, sollten sie keine bekommen.
Das geht darauf zurück, dass die Menschen die Geister der Toten mit Essen besänftigen wollten. Mittellose verkleideten sich, um von diesen Opfern zu nehmen oder fragten an den Türen der Wohlhabenden nach Gaben für ihre Ahnen – sie abzulehnen wurde bestraft! In den frühen Tagen hieß Halloween darum „Bettlernacht“. Nach Einzug des christlichen Glaubens bestachen die Menschen nur noch arme Kinder mit Süßem, um sich vor deren Unfug zu schützen.

7. Nicht bis zum Morgengrauen

Gehst Du an Halloween feiern? In einigen Bundesländern gelten dafür nämlich zeitliche Beschränkungen. Am 1. November feiern die Christen Allerheiligen und dies ist in einigen Bundesländern ein „stiller“ gesetzlicher Feiertag. In Bayern gilt bespielsweise an Halloween ab 2 Uhr nachts ein Tanzverbot, in Baden-Württemberg schließen die Clubs um 3 Uhr. Saarland und Rheinland-Pfalz dürfen noch eine Stunde dranhängen und in Nordrhein-Westfalen enden die Feiern erst um 5 Uhr. Die anderen Bundesländer haben keine Regelungen – hier feierst Du mit open end!

Happy Halloween!!

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