Ayurvedische Küche

Ashwagandha

Der ayurvedische Alleskönner

Ashwagandha bei Schlafstörungen und Erschöpfung

Die Ashwagandha (dt. Schlafbeere) ist aus der ayurvedischen Medizin nicht wegzudenken. Sie ist eine kleine, rote Beere, die auch Winterkirsche genannt wird, und ein wahres Wundermittel.

Manche nennen Ashwagandha auch „Geruch des Pferdes“, und das kommt nicht von ungefähr. Die Wurzel der Pflanze riecht sehr intensiv nach Pferd, und auch sonst soll der Name sehr passend sein. Angeblich verleiht die Beere nämlich Kraft und Vitalität eines Pferdes.

Wunderbeere gegen allerlei Leiden

Sie ist laut Ayurveda die Waffe gegen alles Übel: Sie hilft unter anderem bei Schlafstörungen, allgemeiner Erschöpfung, schlechtem Gedächtnis, Stress, bei Multipler Sklerose, männlicher Unfruchtbarkeit, Parkinson oder Arthritis.

Studien sollen zeigen, dass der Verzehr der Beere den Cortisolspiegel senkt, somit also beruhigend wirkt; sogar so beruhigend, dass sie mancherorts in hoher Dosierung als Narkotikum oder Rauschmittel eingesetzt wird. Weil die Nerven entspannt werden, gilt die Wirkung gegen Tremor und Angstzustände als erwiesen.

Außerdem soll sie das Blut reinigen, das Herz stärken und Herzrhythmusstörungen beruhigen und Ödeme lindern. Etwas weiter nach unten im Körper hat die Beere positive Effekte auf den Verdauungstrakt: Blähungen, Übelkeit und Konstipation werden gelindert.

Studien beweisen die Wirksamkeit

Für die Liebe ist Ashwagandha auch hilfreich, sie gilt als Aphrodisiakum und wird auf diversen Internetseiten als potenzsteigerndes Mittel angepriesen. Gesteigert wird dadurch auch die Arbeit des Immunsystems, weshalb eine regelmäßige Einnahme Schnupfen und Krankheiten vorbeugen kann.

Eine japanische Universität hat in einer Studie außerdem gezeigt, dass Ashwagandha Nervenzellen reparieren und Synapsen wiederherstellen konnte. Sollten weitere Studien in diese Richtung gehen, könnte die Beere als Mittel gegen Demenz und Alzheimer eingesetzt werden.

Auch in Deutschland erhältlich

Trotz all dieser positiven Eigenschaften seien bisher keine Nebenwirkungen bekannt. Das ist auch ein Grund dafür, warum die Pflanze in Deutschland nicht als Medikament gelistet, sondern im freien Handel erhältlich ist.

Verwendet werden die Blätter, die Wurzel und die Wurzelrinde der Pflanze. Sie werden zu Pulver oder Tee verarbeitet. Verkauft wird es meist in Pillen oder Kapseln. Eine Einnahme von 300 bis 600 mg pro Tag ist die Standardempfehlung. Es sollten mehrere Dosen täglich sein, die zu den Mahlzeiten eingenommen werden. Nach vier bis sechs Wochen ist eine Ashwagandha-Pause empfehlenswert.

Angebaut wird die Pflanze hauptsächlich im westlichen Indien, viele vergleichen sie mit Ginsgeng, der aus China stammt.  

 

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